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	<title>LAUF DOCH E!INFACH</title>
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	<description>Unwegsames, motivierendes und Basis-Wissen...kurzum alles Wichtige zum Laufen</description>
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		<title>Streak doch einfach&#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 19:12:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniela</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unwegsames beim Laufen]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun hatte es mich also auch erwischt&#8230;es? Naja, eher ER. Der innere Schweinehund, kurz ISH (oder auch: ich schlaffes Huhn). Wochenlang kaum ein Lauf, gequält von anhaltender Formschwäche, die allerdings durchs nicht-Laufen nicht wirklich besser wurde. Ich wusste doch wie es geht: Schuhe an und los. Ich wollte&#8230;ich wollte wirklich, aber irgendwie&#8230;naja&#8230;wurds eben nicht mehr<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/?p=1610">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
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<p><a rel="attachment wp-att-1615" href="http://www.laufdocheinfach.de/?attachment_id=1615"><img class="left size-thumbnail wp-image-1615 alignleft" style="margin: 10px;" src="http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/07/Zählen_by_S.-Hofschlaeger_pixelio-150x120.jpg" alt="Z Hlen By S -Hofschlaeger Pixelio-150x120 in Streak doch einfach..." width="150" height="120" /></a>Nun hatte es mich also auch erwischt&#8230;es? Naja, eher ER. Der innere  Schweinehund, kurz ISH (oder auch: ich schlaffes Huhn).</p>
<p>Wochenlang kaum ein Lauf, gequält von anhaltender Formschwäche, die  allerdings durchs nicht-Laufen nicht wirklich besser wurde. Ich wusste  doch wie es geht: Schuhe an und los. Ich wollte&#8230;ich wollte wirklich,  aber irgendwie&#8230;naja&#8230;wurds eben nicht mehr als ein Vornehmen und  wieder verwerfen.</p>
<p>Gute Ausreden fehlten natürlich nie: beruflicher Stress, keine Zeit,  Kopf-/Bauch-/Hals-/Rücken- Schmerzen&#8230;die Liste war lang und sagte im  Grunde doch tatsächlich nur eines aus:  keine Lust! Und damit wieder  Unzufriedenheit weil ich doch eigentlich &#8220;müsste&#8221;. Zugenommen hatte ich  auch, na toll.</p>
<p>Das Licht am Ende des Tunnels: Urlaub. Das magische Wort, eine Zeit  voller leerer Stunden, die nur darauf warten mit Dingen gefüllt zu  werden, die lange liegen blieben. So wie der Bügelwäscheberg, das  Fensterputzen, die noch anzunähenden Knöpfe, Papiere sortieren und  abheften&#8230;ähm, war da noch was?? Ach ja, natürlich: endlos Zeit um  wieder genussvoll zu laufen.</p>
<p><span id="more-1610"></span></p>
<p>Die ersten 1,5 Wochen gingen für einiges Andere und eine Urlaubsreise drauf. Matthias brachte mich dort in einem Gespräch darauf: &#8220;Um richtig wieder reinzukommen muss man wahrscheinlich wirklich täglich laufen.&#8221;  Das hörte sich ziemlich sinnvoll an. Täglich laufen, &#8220;Streak-Running&#8221;, wie es so schön im Läuferdeutsch heißt. Was bedeutete das nun, da gibts doch Regeln? Ich wills ja &#8220;richtig&#8221; machen, nicht nur irgendwie. Schnell mal nachgelesen erfahre ich auf der &#8220;streakrunner.de&#8221;-Seite wie es &#8220;richtig&#8221; geht. Im Fazit: ich muss jeden Tag zwischen 00:00 und 24:00 Uhr eine Laufstrecke von 1,6km laufen. Jeden Tag, ohne Ausnahme, jeden.</p>
<p>So weit so gut, wann fang ich denn mal an? Morgen, oder lieber Montag (also übermorgen) oder&#8230;halt, stopp! So geht das nicht. Ich muss natürlich heute, jetzt und sofort anfangen.</p>
<p><strong>Tag 1:</strong> Ich fang dann mal an. Kleine Streck zum wieder reinkommen. 4,2km ums Maisfeld und den Sportplatz. Beine sind gut, Puste nicht ganz so, aber ok. Gar nicht mal so übel für wochenlanges Rumhängen. Schön wieder zu laufen. Morgen fahren wir in den Heide-Park. Da hab ich eigentlich nun wirklich keine Zeit zum Laufen. Aber ich tu es trotzdem&#8230;..ehrlich!</p>
<p><strong>Tag 2: </strong>Ganz ehrlich, ein perfekter Tag für Ausreden.  Sonntag, 6 Uhr aufstehen, Proviant zusammenpacken, Kaffe schlürfen, Abfahrt. 9 bis 18 Uhr volle power durch den Heide-Park, ein Fahrgeschäft nach dem anderen wurde abgeklappert. Hin und her und her und hin..da kamen sicher auch schon ein paar Kilometer zusammen. War ein spaßiger Tag, aber auch anstrengend. 19:30 Uhr kamen wir wieder zu Hause an.  Laufen? Laufen! Kurz das Nötigste wegräumen, rein in die Laufklamotten und Tschüß! Noch kürzere Runde als gestern, mehr geht nicht, muss aber ja auch nicht. <img src='http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt="Icon Smile in Streak doch einfach..." class='wp-smiley' />   Die ersten 500 Meter sind ziemlich verkrampft, vor allem im Schulterbereich. Der Schritt eher schleppend. Gut dass es nur 3,6km werden, das geht auch unlocker. So schlimm wirds dann aber doch nicht, nach 2km bin ich überraschenderweise doch ziemlich locker geworden. Nicht gerade spritzig, aber gut. Hei, das macht direkt Spaß, klasse. Ich mag es. Ein Gefühl der Zufriedenheit stellt sich ein. Die letzten 500m könnte ich glatt sprinten, tu ich aber nicht. Morgen ist schließlich auch noch ein Tag. Und der bietet nicht mal vernünftige Ausreden. Brauch ich auch nicht, ich will ja laufen.</p>
<p><strong>Tag 3: </strong>Ein Urlaubstag an dem ich eigentlich nichts vor hatte. Da lässt sich ja wohl ein kleines Läufchen unterbringen. Zunächst einmal stand aber Gartenarbeit auf dem Plan. Dann musste der Grünabfall natürlich auch weg gebracht werden. Ein Halbmarathon durch diverse Baumärkte krönte sozusagen den unausgefülten Tag. Prima. Aber nun ging wirklich ans Laufen: als Strecke hatte ich mir die 5,5km vorgenommen, war aber nicht wirklich sicher ob es eine gute Entscheidung war. Nicht dass ich zu viel mache. Auf Schmerzen hab ich nicht so viel Lust. Ich kann ja noch abbiegen auf die kürzere Variante dachte ich mir. Hab ich dann aber doch nicht getan. Zunächst war es wie gestern. Angespannte Schultern, die aber mit der Zeit locker ließen. Dafür meldeten sich nach etwa der Hälfte der Strecke meine Beine. Die wurden nämlich etwas schwer. Dass es dort einen leichten Anstieg gab verstärkte das Gefühl noch. An der Straße blieb ich stehen weil ich drei Autos durchlassen musste, dann lief ich aber sofort wieder los. Endlich ging es runter&#8230;lief auch gleich viel besser. Nach gut 4km wurds aber sehr zäh. Langsamer laufen brachte (wie schon früher) nur den Effekt dass die Beine noch schwerer wurden. Also ging ich für etwa 100 Meter. Das tat gut und ich konnte (wenn auch nur durch meinen Willen) den Rest der Strecke durchlaufen. Manmanman, das mir mal 5,5km zu viel werden können hab ich auch icht erwartet. Nach der langen Pause aber wohl irgendwie doch klar. Für morgen such ich mir was ganz kurzes.</p>
<p><strong>Tag 4:</strong> Freie Tage sind zum füllen da. Heute hab ich den Putzwahn bekommen. Erst das Bad, dann das Schlafzimmer (inklusive Doppelfenster und großer Spiegelkleiderschrank). Pause zum Mittagessen. Dann ran ans Wohnzimmer&#8230;puh, ziemlich staubig..*hust. Dazu noch 2 Doppelfenster. Nebenbei noch Matthias beim Bauen geholfen, schnell nochmal zwei 30kg Säcke Beton nachgekauft. Huch, fast 20 Uhr. Dann geh ich wohl mal laufen. 2,8km werden es. Nachdem die ersten paar hundert Meter sehr schwer in den Beinen sind geht es danach wunderbar locker weiter. Kaum zu glauben, aber wahr. Liegt wahrscheinlich in der Kürze der Strecke. Wie auch immer, hat gut getan und prima Spaß gemacht. Morgen gehts weiter. Hmm, ja!</p>
<p><strong>Tag 5: </strong>Heute war irgendwie ein &#8220;nix&#8221;-Tag. Nix gemacht aber auch nicht wirklich zu besonders viel Lust gehabt. Nach dem vollen Tag vielleicht auch ganz gut. Der Lauf, hmmmmm&#8230;.äääähm. Ha, klar bin ich gelaufen. 4,2km ums Maisfeld rum. Schöne Runde ist das eigentlich, wenn ich auch jetzt im Sommer die dicken Schottersteine nicht so gern mag. Hat immer irgendwie Umknickpotential, zumal der Weg nicht mal eben ist sondern in der Mitte höher und an den Seiten gehts halt leicht runter. Nach der Schotterstrecke gehts übrigens auf einem Pflastersteinweg ähnlich weiter. Ziemlich nervig. In der Mitte (also &#8220;oben&#8221;) ist es irgendwie zu schmal und an den Seiten so schräg. Da muss ich doch immer an rechts- und linkslaufende Deischschafe denken und fühle mich oft genug als ein solches. Da ich diese Strecke zu Zeit öfter frequentiere laufe ich sie mal in die eine mal in die andere  Richtung, nicht das irgendwann meine Beine extrem ungleich lang sind. Der Lauf an sich war aber auch ganz gut. <img src='http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt="Icon Smile in Streak doch einfach..." class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Tag 6: </strong>begann mit Müslifrühstück und ging weiter mit einer Bahnfahrt nach Hamburg. Bei SportKarstadt schöne Saucony runtergesetzt gesehen, aber nicht gekauft. Will meine nächsten Schuhe mal nach sorgfältiger Analyse kaufen. Bisher war es ja mehr ein wirres &#8220;reinschlüpfen &#8211; wohlfühlen &#8211; kaufen&#8221;. So  nenn ich ein Sammelsurium von verschiedenen Laufschuhen mein Eigen aber obs auf Dauer so gut ist&#8230;wer weiß das schon? Bei SportScheck  gabs meinen schönen NB 758 billiger, aber die sind noch fast neu und so dicke hab ichs nun auch nicht&#8230;..ausserdem: die Analyse! Gelaufen bin ich diesmal mit Matthias. Oliver und Philip waren als Fahrradbegleitung dabei. Sagenhafterweise sind diesmal keine merkwürdigen Dinge passiert und wir alle sind nach 3,6km recht entspannt wieder zu Hause angekommen.</p>
<p><strong>Tag 7: </strong>Vormittags musste erstmal das Kaminzimmer geputzt werden. Die Putzerei seh ich mal ganz frech als mein derzeitiges Krafttraining an. Mittags sind wir dann mit den Kindern zu einer kleinen Fahrradtour aufgebrochen. 3,5 Stunden, 3 Bratwürste und eine halbe Baguettstange später war ich dann aber doch nch bereit zu laufen. Gleiche Strecke wie gestern nur eine Schleife mehr (also 4,2km), allein und natürlich anders herum gelaufen&#8230;wegen der Beinlänge, man weiß ja nie. Nach den obligatorischen leicht schweren Oberschenkeln auf den ersten paar hundert Metern wurde es ein wunderbar lockerer Lauf. Fast wieder wie früher, allerdings nur vom Gefühl her, denn viel langsamer war es auf jeden Fall. Aber das Gefühl ist guuuuut.</p>
<p><strong>Tag 8:</strong> Das Gefühl von gestern war auch heute da. Einfach nur guuuuut! Ich hab mich spontan doch noch einmal für die 5,5km Strecke entschieden und war bereit notfalls eben wieder zu gehen. Heute war es nicht nötig. Ich bin die Strecke einfach mal eben so locker abgelaufen. Na ok, sooo locker dann auch nicht, aber jedenfalls ohne die Gefahr gehen zu müssen. Ha! Vielleicht kam mir zugute dass ich sie heute anders herum gelaufen bin als sonst. Da war ein kleiner Anstieg weniger als in die andere Richtung. Auf der ersten Hälfte hatte ich dafür recht ordentlichen Gegenwind, aber sowas kehrt sich ja dann auf dem Rückweg wieder um. Ich glaub morgen geh ich glatt wieder laufen. <img src='http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt="Icon Biggrin in Streak doch einfach..." class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Tag 9: </strong>Heute hatte ich mördermäßig Lust zu laufen. Warum sind es dann nur 2,8km geworden? Nun ja, ich hab wirklich echt und ehrlich furchtbare Angst vor Überbelastung. Vielleicht bin ich zu vernünftig und zu vorsichtig. Aber es wäre einfach zu schlimm wenn ich mir jetzt irgendwas hole weil ich zu schnell steigere. Von Null auf täglich laufen ist schon eine Belastung. Gut, es waren kurze Strecken und auch langsam gelaufen, da ginge sicherlich mehr. Nur: muss ich es herausfordern? Nö! Morgen gehts jedenfalls  wieder etwas länger.</p>
<p><strong>Tag 10:</strong> Es ist ja eigentlich kaum zu glauben wie aus einem absoluten &#8220;Null-Bock-auf-Laufen&#8221; so eine Serie werden kann. Ok, für den &#8220;echten&#8221; Streaker mögen 10 Tage lächerlich sein. Für mich ist es der Anstoss zum wieder &#8220;einfach nur laufen&#8221; gewesen. Heute wagte ich mich auf eine Strecke von 6,9km. Ich wollte einfach gern im Wald laufen und hatte schon Gehpausen eingeplant.  Die ersten 2km waren ziemlich schleppend, aber dann kam ich doch noch  gut in den Tritt. Im Wald war es einfach nur herrlich. Ich war ganz allein (mit meinen Ohrstöpseln <img src='http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt="Icon Wink in Streak doch einfach..." class='wp-smiley' /> ), ein Genusslauf pur. Kurz bevor ich wieder zur Straße abbog kamen mir 2 Walkerinnen entgegen die ich freundlich grüßte. Dann war ich wieder allein. An der Bundesstrasse musste ichz ein paar Sekunden stehen bleiben und den Verkehr vorbeirauschen lassen, dann lief ich wieder weiter. Geschafft. Ohne Gehpausen. Wahnsinn.</p>
<p>10 Tage täglichen laufens liegen nun hinter mir. Ich für mich habe meine Freude am Laufen wieder gefunden. Es war als hätte ich sie nur kurz mal verlegt, vielleicht unter einem zu großen Haufen Plänen mit Zeitambitionen. Es war bisher eine schöne Erfahrung, keinen Tag hatte ich das Gefühl ich &#8220;müsste&#8221; laufen. Ich wollte es einfach. Sicherlich werde ich noch einige Zeit weiter täglich unterwegs sein. Wie lange? Keine Ahnung, das mag ich nicht planen. So lange ich Spaß daran habe und es keinen Druck macht. Und dann? Mal sehen&#8230;.</p>
<p>ENDE</p>
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		<title>Thommy: Triathlon in Peine</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 14:49:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniela</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erfolgsberichte zur Motivation]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; &#160; &#160; &#160; &#160; Diesen Gastbericht erhielten wir von Thommy, der zwar auch Läufer ist, dem aber das  Laufen nicht genug ist. Vielen Dank dafür. Nach 15jähriger Wettkampfabstinenz im Triathlon wollte ich unbedingt wieder einsteigen , da Triathlon für mich DIE Sportart ist die . Nichts gegen Laufen , Schwimmen oder Radfahren als solches<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/?p=1586">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p><a href="http://www.laufdocheinfach.de/?attachment_id=1670" rel="attachment wp-att-1670"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1670" src="http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/07/thommy-150x144.jpg" alt="Thommy-150x144 in Thommy: Triathlon in Peine " width="150" height="144" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Diesen </strong><strong>Gastbericht </strong><strong>erhielten wir von Thommy, der zwar auch Läufer ist, dem aber das  Laufen nicht genug ist.</strong></p>
<p><strong>Vielen Dank dafür.<br />
</strong></p>
<p>Nach 15jähriger Wettkampfabstinenz im Triathlon wollte ich unbedingt wieder einsteigen , da Triathlon für mich DIE Sportart ist die . Nichts gegen Laufen , Schwimmen oder Radfahren als solches , aber wer schon mal dieses Feeling „Triathlon“ erlebt hat ist unbeschreiblich .</p>
<p>Soviel zum Vorwort .</p>
<p>Der Wettkampf .</p>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->05:30 Uhr , Sonntag Morgen …Ich könnte eigentlich noch ne gute Stunde schlafen , aber ich wälze mich nur von einer auf die andere Seite . Merkwürdig eigentlich und nicht typisch für mich , da ich relativ gelassen an Sachen rangehe . Na gut , also aufgestanden und zum xten Mal die Ausstattung kontrolliert und nachgeschaut ob ich nichts vergessen habe . Wie durch ein Wunder habe ich wirklich nichts vergessen . Dann zum Frühstück noch ein Müsli und auf Schuhsters Rappen zum Stadion . Der Peiner Triathlon hat 2 Wechselzonen (eine am Teich , die andere im Sportstadion ) Dort hab ich dann in aller Ruhe die Wechselzone Rad/Lauf aufgebaut und bin dann mit dem Rad und Klamotten zum 2KM entfernten Start gefahren . Auch hier erst mal die Wechselzone aufbauen und erst einmal die Atmosphäre aufsaugen. GEIL !! Das ist es ..Der Geruch nach Neopren , das Gewimmel weil jeder aufgeregt seine Sachen zum 1000ten Mal kontrolliert , das Gemurmele der vielen Leute …..</p>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Nun stellte sich für mich noch die Frage , ob mit oder ohne Neo schwimmen . Der Neo hat schon einige Vorteile (Wasserlage, Temperierung ) aber es dauert halt auch bis man sich aus der Gummihülle ausgepellt hat , und das macht den Tempovorteil schnell wieder wett . Also kurz an den See ..Fuss rein und ………Alles  klar MIT Neo …18 Grad ist doch ziemlich kalt für mich als Schwimmbadtemparaturen gewohnten Schwimmer . Gut , die Entscheidung ist gefallen .</p>
<p>Nun die nächste Aufgabe:  Das Ding anzubekommen . Die Teile sind nämlich so eng , das man sie am besten mit einem 2 . Mann zukriegt. Da aber alle das Problem haben , fragt man einfach den nächsten , der neben einen steht . So, erledigt … Nun geht’s an den Start und ein laut vernehmliches Piepsen verkündet das Einchecken in die Wettkampfzone . Noch ein paar Meter einschwimmen und den richtige Platz finden . Die Startgasse ist ca 15 Meter breit . Man kann sich vorstellen , das das bei 200 Startern für einen Engpass sorgt . 1 Minute …30 Sekunden…10 Sekunden ..Peng …Nun geht s los . Ich reihe mich ganz hinten ein , da ich kein guter Schwimmer bin …Was für ein Fehler …Es gibt viele die noch viel langsamer sind , die muss ich jetzt überholen , das kostet Kraft …Ich kämpf mich durch , bekomme ein paar Tritte rechts und links und teile vermutlich ebensolche aus ..Nach 300 Metern (auf dem Rückweg zum Ufer ) hab ich freie Schwimmfahrt …und kann die letzten 200 Meter locker durchkraulen .. 11 Minuten ….Ich bin überrascht , hätte mit einer längeren Zeit gerechnet .</p>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Piiep (Schwimmzeit beendet ) und auf zur Wechselzone . Im Laufen öffne ich den Neo , damit ich keine Zeit verliere …am Wechselplatz mache ich ein Tänzchen , das aussieht wie Rumpelstilzchen in Aktion um den Neo von den Füssen zu bekommen .. Klappt auch irgendwie …. Dann Helm auf , Brille aufsetzen , Schuhe an und weiter zum Radstreckenstart . Ich komme ganz gut in Tritt , kann aber in der Anfangsphase niemanden wirklich überholen. Der Tacho zeigt durchegehend Tempos über 30 an und ich komm trotzdem an keinem vorbei. Das kann ja heiter werden. Nach Km 6 wird’s besser, ich kann 3 oder 4 Leute einholen und hab einige andere im Sichtfeld. Da bleiben sie aber auch <img src='http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt="Icon Wink in Thommy: Triathlon in Peine " class='wp-smiley' />  . 2 kann ich noch einholen , aber das wars dann auch. Nach 21,8 Kilometern ist auch die Radstrecke vorbei und man läuft ins Stadion in die 2. Wechselzone ein .</p>
<p>Ab zum Platz , Helm ab , Käppi auf und Schuhe wechseln . Dann passiert es: ich bekomme ein Stechen (wie bei einen Krampf ) beim Schuhwechsel. Gott sei Dankverschwindet er gleich wieder   (nach einigen Dehnungen) und weiter geht’s auf die Laufstrecke: Ich laufe verhalten los , weil ich der Wade nicht traue. Sofort werde ich daraufhin von einigen Läufern eingeholt , aber ich geh kein Risiko ein und laufe das Ding locker und gleichmässig zu Ende . Auf der Laufstrecke sehe ich meine Frau und meine Tochter die mich anfeuern . Das ist Balsam für die Seele. Und so komme ich dann locker und entspannt ins Ziel: 01:28:45 zeigt meine Uhr , 01:29:07 sagt die offizielle Zeit in der Ergebnisliste ..</p>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Der Restart ist geglückt. Es werden noch viele Trias folgen , da bin ich mir ganz sicher . Ich denke mit etwas mehr WK-Erfahrung , hätte ich den WK heute ca 6-8 Minuten schneller erledigen können , aber ich bin auch so sehr zufrieden.</p>
<p><a href="http://www.laufdocheinfach.de/?attachment_id=1607" rel="attachment wp-att-1607"><img class="aligncenter size-full wp-image-1607" src="http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/07/Urkunde.jpg" alt="Urkunde in Thommy: Triathlon in Peine " width="284" height="400" /></a></p>
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		<title>Ich habe es geschafft: Ich bin Läuferin</title>
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		<pubDate>Sat, 29 May 2010 12:39:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erfolgsberichte zur Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[laufen schaffen]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Läufe]]></category>
		<category><![CDATA[nicht aufgeben]]></category>
		<category><![CDATA[schaffen]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun ist er da: Der zweite Gast-Laufbericht. Als er uns zugemailt wurde, war mein erster Gedanke, dass er etwas zu zu lang war. Und so vergingen einige Tage, an denen ich mir immer zwar wieder vornahm, den Bericht für die Veröffentlichung vorzubereiten. Ich hatte Zweifel, ob er überhaupt zu unser Konzept passt. In einer ruhigen<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/?p=1565">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
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<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-1571" src="http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/Erfolg-by_S.-Hofschlaeger_pixelio.de_-400x223.jpg" alt="Erfolg-by S -Hofschlaeger Pixelio De -400x223 in Ich habe es geschafft: Ich bin Läuferin" width="400" height="223" /></p>
<p><strong>Nun ist er da: Der zweite Gast-Laufbericht. Als er uns zugemailt wurde, war mein erster Gedanke, dass er etwas zu zu lang war. Und so vergingen einige Tage, an denen ich mir immer zwar wieder vornahm, den Bericht für die Veröffentlichung vorzubereiten. Ich hatte Zweifel, ob er überhaupt zu unser Konzept passt. In einer ruhigen Minute druckte ich den Bericht aus und fing an zu lesen. Ich hatte wenig Zeit, weil ich noch laufen wollte,  und nahm mir vor, deshalb maximal drei Absätze zu lesen. Spätestens beim zweiten Absatz wurde mir klar, dass ich meinen Lauf verschiebe, weil ich erst diesen Bericht unbedingt zu Ende lesen musste. Ich konnte einfach nicht davon ablassen. Er fesselte mich und ich kann nur sagen, Wahnsinn, was unser Sport bei Menschen erreichen kann. Nun freue ich mich schon auf die Fortsetzung, die hoffentlich bald folgen wird.</strong></p>
<h4>Zarte Laufanfänge</h4>
<p>Laufen fand ich schon immer toll. Wie soll ich sonst den Start meiner ersten Laufkarriere im Kindesalter begründen? Diese erste Laufkarriere begann mit 9 Jahren. Und sie endete vier Tage später ganz tragisch für mich persönlich, ebenfalls mit 9. Ich wurde von einer Schulfreundin in eine Leichtathletikgruppe mitgenommen. Hörte sich ganz nett an und ich wollte das mal versuchen, weil Laufen toll war. Leider veranstaltete diese Laufgruppe am darauffolgenden Sonntag einen Laufwettkampf. Ein Waldlauf für verschiedene Altersgruppen. Total unvorbereitet und ungeübt lief ich in der Gruppe bis 12 Jahre über etwa 3-4km. Es war eine große, unübersichtliche Laufgruppe, ich startete irgendwo im vorderen Feld und kam anfangs ganz gut voran. Aber wie das so auf Waldwegen ist, sind die nicht immer alle gleich breit und schon gar nicht gleich gut. Ich wurde also irgendwann durch robustere, ältere Läufer abgedrängt und überholt. Etliche Scharen liefen an mir vorbei, während ich aufpassen musste, dass ich nicht am Rande des Laufwegs in die Büsche gedrängt wurde. Für ein neujähriges Mädchen eine schlimme Erfahrung. Frust und Trotz gaben den Rest und so kam es noch schlimmer. Es passierte leider, dass ich wirklich von allen überholt wurde. So kam ich irgendwann gehend ins Ziel, wo ein fieser Lautsprecher endlich auch meine Ankunft ansagte. Eine schlimme Erfahrung für so ein kleines Läuferleben, das damit auch erst einmal wieder beendet wurde. Ich widmete mich also erst einmal anderen Sportarten. Vom Laufen oder von der Leichtathletik an sich wollte ich nichts mehr wissen.</p>
<p><img class="left size-medium wp-image-1572" style="margin: 10px;" src="http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/Holzläufer-by_Rike_pixelio.de_-400x323.jpg" alt="Holzl Ufer-by Rike Pixelio De -400x323 in Ich habe es geschafft: Ich bin Läuferin" width="320" height="258" />Die Jahre vergingen und ich fand es weiterhin toll, wenn andere Woche für Woche ihre Läufe absolvierten, aber das trieb mich nicht wirklich dazu, es ihnen nach zu machen. Ich blieb bei Fußball und Volleyball, das reichte mir. Das ging so bis zu einem Alter von 25-27. Danach war erst einmal Schluss mit regelmäßigem Sport. Das Gewicht stieg stetig an. Ich war Anfang 30 und weit entfernt von sportlicher Betätigung. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Aber mit meiner mittlerweile nicht mehr vorhandenen Kondition war ich für einen Mannschaftssport nicht zu gebrauchen. Den Versuch musste ich also nicht mehr machen.</p>
<h4>Die 100 kg &#8211; Marke erreicht</h4>
<p>Eigentlich kein Wunder bei fast 100kg verteilt auf 1,71m Größe. Zu der Zeit kursierten in meiner Firma Laufpläne für Anfänger. Ich wurde hellhörig und tastete mich langsam an den Gedanken heran. Eine Kollegin, die ich eher als Nicht-Sportlerin eingeordnet hatte, konnte nach diesem Laufplan innerhalb weniger Wochen eine halbe Stunde am Stück laufen. Ein utopischer, aber auch verlockender Gedanke. Das wollte ich auch. Den Plan hatte ich schnell, ich war auch motiviert, blieb nur noch die Frage nach dem Wo. Wo gab es in der näheren Umgebung einen Weg, der nicht steil bergauf ging, der nicht zu öffentlich war, wo mich bloß keiner sehen konnte und wo ich wirklich ungestört eine Minute laufen und eine Minute gehen im Wechsel veranstalten konnte? Mir fiel natürlich auf Anhieb keiner ein. Ich beschäftigte mich also überhaupt nicht damit, ob ich laufen würde, das überhaupt schaffen könnte oder ob ich geeignete Schuhe habe, sondern nur mit dem Gedanken, wo es einen abgelegenen Ort zum Laufen geben könnte? Schließlich habe ich einen Feldweg auserkoren. Es ging zunächst bergab und dann nur noch geradeaus. Der erste Lauf konnte also beginnen. Ich wollte 15 mal eine Minute laufen und 15 mal eine Minute gehen. Es wurde ein Fiasko. Von der Couch in die Laufschuhe und weiter auf den Feldweg war nicht so amüsant, wie es dieser Laufplan auf dem Papier versprach. Ich war kaputt und hechelte. An 15 Einheiten war überhaupt nicht zu denken. Ich schob es auf die schlechten Schuhe und war mal wieder von einem Laufversuch enttäuscht. Am nächsten Wochenende der nächste Laufversuch. Aber was soll sich innerhalb einer Woche schon geändert haben? Genau, nichts. Das merkte ich, als ich wieder an gleicher Stelle los lief und auch hier wieder kläglich versagte. Drittes Wochenende, dritter Versuch, drittes Scheitern. Das motivierte nicht gerade. Ich sagte mir selbst, dass diese Laufpläne für normalgewichtige Laufanfänger seien, nicht aber für mich. Der Gedanke, durchs Laufen Gewicht verlieren zu können, war dahin. Zugegebenermaßen waren drei Versuche nicht viel, aber es reichte, um enttäuscht aufzugeben. Das war 2002.</p>
<p>Ich hatte also erneut einen Haken hinter meine Laufkarriere gemacht. Trotzdem <img class="right size-medium wp-image-1574" style="margin: 10px;" src="http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/Gewicht-by_by-sassi_pixelio.de_-400x266.jpg" alt="Gewicht-by By-sassi Pixelio De -400x266 in Ich habe es geschafft: Ich bin Läuferin" width="400" height="266" />wollte ich immer mal laufen können. Dass das mit über 100 kg bei meiner Größe nicht sofort klappen und zudem noch ungesund sein würde war klar. In der Theorie war ich ganz gut. Also bewahrte ich es mir als Traum auf, irgendwann mal eine halbe Stunde am Stück laufen zu können – oder sogar noch mehr. Aber es vergingen noch einige Jahre und mein Gewicht nahm noch einen weiteren Schlenker nach oben.</p>
<h4>Jetzt aber</h4>
<p>Angekommen bei knappen 106 kg sollte dann Schluss sein. Zwischenzeitliche Abnehmversuche brachten nicht wirklich die Wende. Bis dann offenbar im Jahr 2008 alles stimmte, Kopf und Körper wollten und ich so 25 kg innerhalb von gut 6 Monaten abnehmen konnte. Mein großes Ziel, das Laufen, rückte allmählich näher. Allerdings wollte ich nicht erneut auf Laufpläne hineinfallen, die mich schnaufend zusammen brechen lassen würden. Ich ging es langsamer an. Ich ging einfach nur. Bei Wind und Wetter begann ich im Januar 2008 mit meinem neuen Outdoorsport „<em>Gehen</em>“. Ich hatte mir eine Strecke ausgesucht, die etwa 6km lang ist, kleinere Anstiege hat, aber gut zu bewältigen war. Ich achtete plötzlich auch gar nicht mehr darauf, ob ich vielleicht gesehen werden konnte. Gedanken, die ja etwa 6 Jahre zuvor das eigentliche Laufen vollkommen überlagerten, gab es jetzt gar nicht mehr. Ich ging einfach los. Im kalten und stürmischen Januar erinnerte das nicht im Entferntesten daran, dass daraus mal ein Lauftraining werde könnte.</p>
<p>Aber dafür stand ich ja am Anfang. Mit guten Walkingschuhen, erst einmal normaler Winterkleidung und einer Stoppuhr zog es mich also raus. Ich merkte schnell, dass es genau das richtige für mich war. Vor allem wollte ich es ganz langsam angehen lassen und Kondition aufbauen. Vier- bis fünfmal die Woche ging ich meine Strecke. Nach einem Monat war es bereits eine kleine Sucht und ich musste raus. Und als im März das Wetter besser wurde, merkte ich schnell Erfolge. Die Stoppuhr bestätigte meinen Eindruck, dass ich Minute um Minute gut machte. Ende März nahm ich mir vor, dass ich im Herbst die 6 km nicht mehr gehend, sondern laufend in einem Stück schaffen wollte.</p>
<p>Das war ein gutes Ziel. Ich ging Tag für Tag und mein Gewicht wurde weniger, die Kondition besser. Das war ganz deutlich. Natürlich gab es auch kleinere Rückschläge wie Erkältungen, Sommergrippe oder eine Pause wegen Problemen am Fuß oder Zwicken im Knie. Aber das hinderte mich nicht, nach den entsprechenden Pausen sofort dort weiterzumachen, wo ich aufgehört hatte. Im Mai machte ich mich voller Übermut mal wieder an einen dieser Laufpläne zu schaffen.</p>
<p>Wieder eine Minute gehen, eine Minute laufen. Ok, das klappte, sogar weit mehr als eine Minute laufen. Machte mich aber nicht sehr glücklich. Was waren denn schon drei bis vier Minuten? Aber ich wollte dieses Mal nicht aufgeben. Ich hatte nicht die kleinen Schritte auf dem Weg zum Ziel im Auge, sondern den Oktober an sich, in dem ich laufen können wollte. Und so ging ich weiter! Im Sommer drehte ich meine Runde fast jeden Tag. Ende August merkte ich, dass das Gehen nicht mehr lange halten würde. Ich war zu schnell zum Gehen. Und so legte ich nach und nach schon die letzten Meter laufend zurück. Oft ging ich auch einfach nur mein schnelles Tempo weiter, aber wenn ich laufen wollte, dann hatte ich auch den Ehrgeiz, bis zum Ende durchzulaufen. Das waren natürlich noch keine langen Abschnitte. Wenn ich mir allerdings vornahm, beispielsweise ab einer bestimmten Brücke zu laufen, so wurde von da an auch nur noch gelaufen und ich durfte nicht mehr gehen. So forderte ich mich langsam selbst heraus. Und mit den Ansprüchen, änderte sich auch langsam die Einstellung. Den größten Teil zwar noch gehend, fühlte ich mich innerlich doch schon als halber Läufer. Natürlich war das übertrieben, aber psychologisch wahrscheinlich ganz gut und vor allem ein Ansporn, das Oktoberziel im Auge zu behalten.</p>
<p><img class="left size-medium wp-image-1576" style="margin: 10px;" src="http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/Sieg-Niederlage-by_S.-Hofschlaeger_pixelio.de_-400x266.jpg" alt="Sieg-Niederlage-by S -Hofschlaeger Pixelio De -400x266 in Ich habe es geschafft: Ich bin Läuferin" width="400" height="266" />Als der September langsam zu Ende ging, kam also der Monat, in dem ich meine Laufverabredung mit mir selbst hatte. Ich hatte mir wirklich viel Zeit gegeben und fühlte mich richtig fit. Trotzdem kamen natürlich Zweifel: Würde ich es in einem Stück schaffen? Würde ich schlapp machen oder waren die ganzen Geheinheiten ausreichend? Ich würde es ja sehen. Also nahm ich mir Mitte Oktober einen Sonntagvormittag und lief los. Nach 14 Minuten machte ich meine erste Gehpause. Naja, ganz ok, aber doch nicht das, was ich erwartet hatte, oder? Nach einer kurzen Gehunterbrechung lief ich weiter. Leider musste ich weitere Gehpausen einlegen. Die letzten 500m etwa waren dann ein Gemisch aus Gehen und Laufen, aber beides nicht richtig. Ok, das war der erste Versuch. Davon wollte ich mich doch nicht abhalten lassen! Ich sagte mir die ganze folgende Woche, dass ich die erste Gehpause nur machen musste, weil ich mir gedanklich nicht die volle Strecke in einem Stück zugetraut hatte. Hätte ich mehr Mut gehabt, hätte ich mir die Pause sparen können und wäre vielleicht schon in einem Stück rum gekommen. Schuld war also der innere Schweinehund. Nach weiteren Geheinheiten, folgte am nächsten Wochenende der zweite Versuch. Und dann klappte es auf einmal. Der Schweinehund blieb zu Hause und so lief mein zweiter Versuch fast von selbst. Meine Kondition stimmte, meine Beine spielten mit und ich sagte mir bei jedem Schritt, dass ich das schaffe und auf gar keinen Fall jemals wieder eine Gehpause für diese Strecke benötigen würde. Und so ist das bis heute geblieben.</p>
<p>Meine Haus- und Hofstrecke über die 6km lief ich den ganzen Winter hindurch. Bei Wind und Wetter zog es mich zum Laufen. Zum Gehen hatte ich natürlich keine Lust mehr. Ich wollte keine Rekorde brechen, aber ich wollte das Erreichte nicht wieder hergeben. Allein der Gedanke, dass ich im Winter meine Kondition verlieren könnte, trieb mich immer wieder raus. Und so verlängerte ich meine Strecke im Frühjahr auf 7,5km, wenige Wochen später auf 9km und ab August 2009 lief ich 11km in einem Stück. Gehpausen gab es nie wieder, bei keiner neuen Strecke. Ich bin dabei geblieben, dass ich mir meine Ziele so stecke, dass ich sie gut einhalten kann. Natürlich hätte ich das bestimmt schneller erreichen können. Aber genau in diesem Tempo und mit diesem Vorsatz konnte ich meine gesteckten Ziele jeweils gut erreichen, ohne dass ich irgendwann mal enttäuscht abbrechen musste.</p>
<h4>Da stehe ich jetzt</h4>
<p>Mein aktueller Stand, nach etwa 1,5 Jahren Lauftraining, ist, dass ich mehrmals die Woche laufe. Im Jahr 2009 bin ich über 1.200km gelaufen, was ich als Laufanfänger für mich schon recht gut finde. In den Sommermonaten laufe ich am liebsten direkt nach dem Aufstehen, bevor der Büroalltag beginnt. So kommen in der Woche schnell 30 km zusammen, manchmal sogar mehr. Neben meiner üblichen 11km-Strecke laufe ich mittlerweile auch Strecken von 15-18km. Die sind gut zu bewältigen. Ich bin nach wie vor nicht sonderlich schnell, habe aber immer meine Uhr dabei und freue mich über jede Sekunde, die ich mal wieder schneller war. Aber Schnelligkeit an sich ist auch gar nicht mein vorrangiges Ziel. Ich kann lang und ausdauernd laufen, die Schnelligkeit kommt hoffentlich irgendwann von selbst. Zumal ich noch immer nicht bei meinem Wunschgewicht angekommen bin. Ich musste irgendwann einsehen, dass Laufen allein kein Abnehmprogramm darstellt, wenn man sich nicht trotz allem noch etwas beim Essen zügelt. Das fällt mir mal leichter, aber eben oft auch schwerer, aber das wird schon. Das Laufen kann da gut unterstützen – wenn man selbst nur will! Und das will ich natürlich, denn das eine oder andere Ziel habe ich da schon noch. Meinen ersten Volkslauf habe ich gerade erst über 10km hinter mich gebracht. Das war schon ein Erlebnis. Es lief sich total leicht und ich freute mich, dass ich den Schritt gewagt hatte. Läufe dieser Art werde ich gern wieder anpeilen. So soll es spätestens im nächsten Frühjahr meinen ersten Halbmarathon geben. Und irgendwann gibt es da dann hoffentlich auch die Verwirklichung des ganzen großen Traums: Meinen ersten Marathon. Insgesamt wird es aber dabei bleiben, dass ich keine Sammlung an Volkslaufteilnahmen haben möchte, sondern einfach nur zum Spaß und für die persönliche Fitness laufen werde.</p>
<p>Der Bericht stammt von Kuzak aus dem <a href="http://www.abnehmen.com" target="_blank">Abnehmen-Forum</a></p>
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		<title>Ernährung oder Rezept für etwas Leckeres, das erlaubt ist</title>
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		<pubDate>Mon, 24 May 2010 07:50:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Basics zum Thema Laufen]]></category>
		<category><![CDATA[Gefüllte Kartoffelschalen]]></category>
		<category><![CDATA[Hähnchenbrusfilet mit Mandelblättchen-Panade]]></category>
		<category><![CDATA[Läuferrezept]]></category>
		<category><![CDATA[Rezept]]></category>
		<category><![CDATA[Spargel]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf einer Seite, die das Thema Laufen zum Inhalt hat, gehört natürlich auch das Thema Ernährung. Neben der besonderen Wettkampfnahrung und spezifische Trainingskost für ambitionierte, erfahrene Leistungsläufer gehört natürlich auch die Ernährung zwischendurch. Schaut man sich einmal eine Laufveranstaltung an, so stehen immer schlanke Läufer auf den Treppchen. Schwerer Läufer leisten zwar nicht weniger, stehen<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/?p=1509">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
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<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-1512" src="http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/IMG_2630-400x266.jpg" alt="IMG 2630-400x266 in Ernährung oder Rezept für etwas Leckeres, das erlaubt ist" width="400" height="266" /></p>
<p><strong>Auf einer Seite, die das Thema Laufen zum Inhalt hat, gehört natürlich auch das Thema Ernährung. Neben der besonderen Wettkampfnahrung und spezifische Trainingskost für ambitionierte, erfahrene Leistungsläufer gehört natürlich auch die Ernährung zwischendurch. Schaut man sich einmal eine Laufveranstaltung an, so stehen immer schlanke Läufer auf den Treppchen. Schwerer Läufer leisten zwar nicht weniger, stehen auf den Ergebnislisten jedoch ganz selten bis nie ganz oben. Was liegt also näher als abzunehmen? Ich bin ein Gegener von Diäten. Letztendlich ist die reine Kalorienbilanz (verbrauchte abzüglich zu sich genommene Kalorien) entscheidend, ob man abnimmt. Dabei ist es weitestgehend egal, ob mehr Eiweiße oder Kohlenhydrate zu sich genommen wird. Im Wesentlichen muss deshalb ein Läufer, der sein Gewicht halten oder gar reduzieren will, auf keine Leckerei verzichten. Heute möchte ich ein Rezept vorstellen, dass sowohl kulinarisch wie auch optisch eine Menge herzugeben hat, ohne dass es zu viel Mühe macht und ohne, dass es zu viele Kalorien hat.<br />
</strong></p>
<h4><img class="right size-medium wp-image-1516" style="margin: 10px;" src="http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/IMG_2610-400x266.jpg" alt="IMG 2610-400x266 in Ernährung oder Rezept für etwas Leckeres, das erlaubt ist" width="240" height="160" />Was man für vier Personen dazu braucht:</h4>
<h5>Für die Hähnchenbrustfilets:</h5>
<p>4   Hähnchenbrustfilets, à 150 g<br />
2  Eier<br />
4 EL   Instant-Mehl<br />
80 g  Mandelblättchen<br />
3 EL  Butterschmalz</p>
<h5><img class="right size-medium wp-image-1518" style="margin: 10px;" src="http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/IMG_2589-400x266.jpg" alt="IMG 2589-400x266 in Ernährung oder Rezept für etwas Leckeres, das erlaubt ist" width="240" height="160" />Für die Kartoffeltaschen:</h5>
<p>10 große Kartoffeln<br />
500g Spargel<br />
1 Zwiebel<br />
50 g Paniermehl<br />
Senf, Salz, Pfeffer, Balsamico</p>
<h4>Anleitung</h4>
<h5>Hähnchenbrustfilets</h5>
<p>Zuerst werden die Mandelblättchen in einer Pfanne (ohne Fett) geröstet. Anschließend werden die Hähnchenbrustfilets gesalzen und gepfeffert und dann in Mehl, Ei und den vorher gerösteten Mandelblättchen gewendet, um sie dann ganz normal zu braten.<img class="center size-medium wp-image-1533" style="margin: 10px;" src="http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/IMG_2611-400x266.jpg" alt="IMG 2611-400x266 in Ernährung oder Rezept für etwas Leckeres, das erlaubt ist" width="240" height="160" /></p>
<p><img class="size-medium wp-image-1534 center" style="margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" src="http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/IMG_2613-400x266.jpg" alt="IMG 2613-400x266 in Ernährung oder Rezept für etwas Leckeres, das erlaubt ist" width="240" height="160" /></p>
<h5>Kartoffeltaschen</h5>
<p>Nach dem Schälen und kochen werden die Kartoffeln ausgehölt und mit dem Paniermehl bestreut, um sie anschließend kurze Zeit zu braten. 3/4 des Spargels wird in Scheiben geschnitten und mit den grob gewürfelten Zwiebeln angebraten. Anschließend werden sie dann mit Salz, Pfeffer, Senf und Balsamico gewürzt. Die übrig gebliebenen Spargelstangen werden separat gebraten und erst einmal beiseite gelegt. Jetzt werden die Kartoffeltaschen einfach mit der Spargel-Zwiebel-Mischung gefüllt.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1540" src="http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/IMG_2591-266x400.jpg" alt="IMG 2591-266x400 in Ernährung oder Rezept für etwas Leckeres, das erlaubt ist" width="160" height="240" /><img class="aligncenter size-medium wp-image-1543" src="http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/IMG_2599-400x266.jpg" alt="IMG 2599-400x266 in Ernährung oder Rezept für etwas Leckeres, das erlaubt ist" width="240" height="160" /><img class="aligncenter size-medium wp-image-1542" src="http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/IMG_2616-400x266.jpg" alt="IMG 2616-400x266 in Ernährung oder Rezept für etwas Leckeres, das erlaubt ist" width="240" height="160" /><img class="aligncenter size-medium wp-image-1541" src="http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/IMG_2619-266x400.jpg" alt="IMG 2619-266x400 in Ernährung oder Rezept für etwas Leckeres, das erlaubt ist" width="160" height="240" /><img class="aligncenter size-medium wp-image-1544" src="http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/IMG_2621-400x266.jpg" alt="IMG 2621-400x266 in Ernährung oder Rezept für etwas Leckeres, das erlaubt ist" width="240" height="160" /><img class="aligncenter size-medium wp-image-1545" src="http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/IMG_2625-400x266.jpg" alt="IMG 2625-400x266 in Ernährung oder Rezept für etwas Leckeres, das erlaubt ist" width="240" height="160" /></p>
<p>Zusammen mit den Hähnchenbrustfilets und den Spargelstangen ist das Essen dann servierbereit. War doch gar nicht schwer, oder? Das reizvolle an dem Gericht ist, dass es optisch eine Menge hergibt, dennoch nicht viel Mühe bei der Zubereitung macht und wirklich lecker ist. Zweifelnde Kinder sind von dem Gericht zu überzeugen, wenn man die Kartoffelschalen einfach in Schatzkisten umbenennt.</p>
<p>Guten Appetit.</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-1549" src="http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/IMG_2631-400x266.jpg" alt="IMG 2631-400x266 in Ernährung oder Rezept für etwas Leckeres, das erlaubt ist" width="400" height="266" /></p>
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		<title>Praxistest mit Walkern oder Wo liegt die Toleranzgrenze</title>
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		<pubDate>Sun, 23 May 2010 07:05:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unwegsames beim Laufen]]></category>
		<category><![CDATA[Nordic Walker und Läufer]]></category>
		<category><![CDATA[Toleranz von Walker]]></category>
		<category><![CDATA[Walker]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun hat mich das Klischee auch erwischt. Jahrelang habe ich widerstehen können. Das gehört nun der Vergangenheit an. Walker und Läufer passen einfach nicht zusammen. Jetzt bin ich auch davon überzeugt. Einmal zuviel habe  ich mich über Walker aufgeregt, die ignorant zumeist in Zweiergruppen sich so breit machen, dass kein Mensch vorbeikommt. Damit sie sich<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/?p=1442">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
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<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-1497" src="http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/Walking-Hinweis-by_Verena-N._pixelio.de_-400x300.jpg" alt="Walking-Hinweis-by Verena-N Pixelio De -400x300 in Praxistest mit Walkern oder Wo liegt die Toleranzgrenze" width="400" height="300" /></p>
<p><strong>Nun hat mich das Klischee auch erwischt. Jahrelang habe ich widerstehen können. Das gehört nun der Vergangenheit an. Walker und Läufer passen einfach nicht zusammen. Jetzt bin ich auch davon überzeugt. Einmal zuviel habe  ich mich über Walker aufgeregt, die ignorant zumeist in Zweiergruppen sich so breit machen, dass kein Mensch vorbeikommt. Damit sie sich mit ihren Stöckern nicht selber behindern halten sie natürlich Abstand, so dass am Rand die letzte Lücke gefüllt wird. Da ich doch über eine hohe Schmerzgrenze verfüge, wollte ich den Walkern eine letzte Chance geben. In einem Versuch testete ich nun die Toleranzgrenze von Walkern.<br />
</strong></p>
<p>Eigentlich wollte ich niemals über das Thema schreiben. Es schien mir so, dass schon alles darüber geschrieben war. Aber mal ehrlich: Wer seine Lauferlebnisse dokumentiert, kommt an dieses Thema doch irgendwann einmal nicht mehr vorbei. Immer wieder sonntags ist ein bekanntes Lied von Cindy und Bert, in dem mit schönsten Worten über Liebe gesungen wird. Immer wieder dienstags hingegen empfinde ich keine Liebe gegenüber einer Gruppe von Menschen, die sich mit Stöckern wie stolze Pfaue auf <strong>meiner </strong>Laufstrecke bewegen. Der hiesige Verein startet dann immer wieder seine Walkingsgruppe. In vier bis fünf Leistungsgruppen begegne ich Ihnen bis vor Kurzem mit einem hohen Grad an Freundlichkeit. Gedankt haben sie es mir nie. Anfänglich fand ich es ja immer noch ganz witzig, Walker teilweise mit 70er Jahre Baumwoll Trainingsanzügen oder mit hautengen Oberhemden zu sehen. Dass ich aber stets abbremsen muss, wenn ich sie sehen, hat mich aber seit jeher gestört. Als ich letzte Woche sogar kurzfristig gehen musste, weil ich einfach nicht vernünftig und höflich an ihnen vorbeikam, riss mein Gedulds- und Toleranzfaden. Ich stehe jedoch auf den Standpunkt, dass jeder Mensch, aber auch Walker eine zweite Chance verdient haben. Letzten Dienstag unternahm ich einen Test.</p>
<h4>Was ich dazu brauchte</h4>
<ul>
<li><img class="right size-medium wp-image-1499" style="margin: 10px;" src="http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/Test-by_derateru_pixelio.de_-400x300.jpg" alt="Test-by Derateru Pixelio De -400x300 in Praxistest mit Walkern oder Wo liegt die Toleranzgrenze" width="320" height="240" />Genügend Gruppen von Walkern (darauf konnte ich mich dienstags immer verlassen)</li>
<li>Walker, die an den Seiten keinen Platz machen (das ist wie weißer Schimmel, Glasvitrine oder Düsenjet ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pleonasmus" target="_blank">Pleonasmus</a>)</li>
<li>Eine gute Verfassung (dieser Test wirkt nicht bei lockerer Geschwindigkeit)</li>
<li>Einen nicht zu schmalen, aber auch nicht zu breiten Weg, bei dem es keinen Seitenstreifen, oder Ähnliches zum kurzfristigen Verlassen des Weges im Lauftempo (Eine etwa drei Kilometer lange Waldstrecke, die mitten auf meiner Laufstrecke liegt,  ist dafür perfekt)</li>
</ul>
<h4>Testablauf</h4>
<p>Ich nährere mich ziemlich langsam einem Walkerpärchen, um sie zu überholen. Walker haben eine natürliches Bedürfnis nebeneinander zu laufen, um über Gott und die Welt zu quatschen, verfügen aber auch über relativ viel Angst, dass sie sich mit ihren Stöckchen ins Gehege kommen. Sie lassen deshalb stets eine Lücke von etwa 50 cm zwischen sich. Das wiederrum hat zur Folge, dass sie sich jeweils soweit an den Rand des Weges bewegen, dass dort ein Überholen unmöglich ist. So bleibt dem Überholenden nur die Möglichkeit, sich akustisch bemerkbar zu machen (was die Walker natürlich viel zu spät vernehmen, so dass man sein Tempo gravierend reduzieren muss) oder man hat Mut und wählt die 50cm Lücke zwischen ihnen. Diese ist natürlich viel zu schmal, um unbemerkt oder gefahrlos zu überholen. Das Risiko eines durch Erschrecken verursachten Herzinfaktes ist allgegenwärtig. Aber genau das macht es ja noch interessanter. Der erste Teil des Testes hat also zum Inhalt, diese Lücke zu nutzen und die Reaktion der Walker unter Laborbedigungen zu dokumentieren. Im zweiten Teil des Tests wird in ähnlicher Form gehandelt. Statt aber die Walker zu überholen, wird nun den vorher überholen Walkern entgegen gelaufen und zielstrebig die Lücke zwischen Ihnen als Querung gewählt. Frech, aber angesichts des Benehmens der Walker aus Sicht des Autoren durchaus angemessen.</p>
<h4>Testschilderung</h4>
<h5>Testreihe 1</h5>
<p><img class="left size-medium wp-image-1501" style="margin: 10px;" src="http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/Walker-by_sassi_pixelio.de-Ausschnitt-400x310.jpg" alt="Walker-by Sassi Pixelio De-Ausschnitt-400x310 in Praxistest mit Walkern oder Wo liegt die Toleranzgrenze" width="320" height="248" />Mein Lauf begann wie jeder andere auch. Ich hatte knapp drei Kilometer für mein körperliches und psychisches Aufwärmen. Als ich im Wald angekommen war, schaute ich noch einmal kontrollierend auf die Uhr. Ich war genau in der Zeit. Ich dachte noch, was denn nun gegen eine unmittelbare Begegnung sprechen würde (Ferien, schlechtes Wetter, Erkrankung der Kursleiterin, Erdbeben, Walker sind zu Läufer geworden..ne eher unwahrscheinlich), da erblickte ich die erste Gruppe. Ein Paar. Perfekt. Besser hätte der Test nicht beginnen können. Ich kam dichter und stellte nicht wirklich überrascht fest, ich hatte wirklich nur die Lücke zum Überholen, wenn ich nicht um ein Vorbeikommen bitte. Ohne die Geschwindigkeit zu vermindern, lief ich also auf die Lücke zu. Noch 20m. Sie haben mich immer noch nicht gehört. Super. Während ich mich gerade psychisch auf das Bevorstehende vorbereite (wenn das überhaupt möglich ist), dreht sich eine der Damen etwa fünf Meter vorher um und erblickt mich. Statt etwas zu sagen, schubst sie die andere Dame mit einem &#8220;Vorsicht, wir sind im Weg&#8221; zur Seite. Ich laufe durch die nun ausreichend breite Lücke ohne es zu versäumen, mich höflich zu bedanken. Irgendwie doch ein bisschen enttäuscht stelle ich fest, dass ich im Hintergrund kein Meckern oder derartiges höre. Die Überraschung war wohl zu groß. Bis die Damen wieder Fassung gefunden haben und sich dann beschweren, bin ich wohl leider außer Reichweiter. Sei es drum, es wird ja noch eine zweite Begegnung geben, denke ich in Vorfreude. Erster Test durchgeführt.</p>
<p>Viel Zeit zum Analysieren bleibt mir jedoch nicht. Nach einigen Hundert Metern sehe ich schon das nächste Pärchen. Gleiche Konstellation. Noch etwas leiser als beim letzten Test, nähere ich mich den Beiden. Schon von Weiten erkenne ich, dass es sich um ein schon öfters begegnetes ältere Ehepaar handelt. Ich laufe auf sie zu, noch 15m, 10, 5&#8230;sie bemerken mich nicht. Kann es perfekter laufen? Und durch. Die Wirkung kann perfekter nicht sein: Beide bekommen einen riesen Schreck, als sie mich entdecken. Mehr als ein kurzes Grummeln ist ihnen aber nicht zu entlocken. Entgegen meiner Vermutung, stehen sie es wie echte Männer durch. Auch mein kurzes bewusst freundliches &#8220;Danke&#8221; bleibt unbeantwortet. Keine Reaktion. Ich bin kurz am überlegen, ob ich mich umdrehe um auszuschließen, dass sie einen sofortigen Herztod erlitten haben. Das kann ich natürlich nicht tun. Das würde ja die Authentität des Tests gefährden. Viel Zeit zum Überlegen bleibt jedoch auch nicht. Das nächste Pärchen ist schon in Sichtweite. Gerade stell ich mich auf den nächsten Test ein, da ist er auch schon vorbei: Das ältere Ehepaar brüllt quer durch den Wald &#8220;Vooooooorsicht Läufer&#8221;. Die Wirkung bleibt nicht aus. Das andere Pärchen dreht sich um, und macht mir bereitwillig Platz. Spielverderber und das 200 Meter bevor der sich meine weitere Strecke von denen der Walker unterscheidet und die erste Testreihe damit endet. Ich hätte mit mehr Begegnungen gerechnet. Schade eigentlich. Naja, ich habe ja noch die zweite, die finale Testreihe.</p>
<h5>Testreihe 2</h5>
<p>Mein Wegstrecke verläuft nun in einem Rundparcour. Ich umlaufe jetzt den Waldweg, um ihn in knapp einem Kilometer dann entgegengesetzt zu laufen. Dann werden mir die Walker entgegen kommen. Sie sehen mich dann schon in ausreichender Entfernung, so dass sie gebührend auf mein Verhalten aus Testreihe 1 zu reagieren. Von Anfang an war klar, heute ist ein MP3-Player Tabu. Heute wird es eine Hörspiel der besonderen Art geben und ich bin Live dabei und quasi mittendrin. Großes Kino.</p>
<p><img class="right size-medium wp-image-1503" style="margin: 10px;" src="http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/Bedrohung-aus-Wald-by_Torsten-Born_pixelio.de_-300x400.jpg" alt="Bedrohung-aus-Wald-by Torsten-Born Pixelio De -300x400 in Praxistest mit Walkern oder Wo liegt die Toleranzgrenze" width="240" height="320" />Wieder auf der Strecke angekommen, muss ich feststellen, dass nach meiner Abschätzung die ersten Pärchen lange in Sichtweise hätten müssen. Hat etwa die Vernunft gesiegt wie &#8220;Wo Läufer unterwegs sind, haben wir nichts zu suchen?&#8221; oder muss ich mich jetzt darauf einstellen, dass gleich wütende Menschen mit Knüppeln aus dem Dickicht des Waldes auf mich zustürmen und mich verprügeln wollen? Es kommen erste Zweifel auf, ob dieser Test nicht übertrieben war und ich die letzten Symphathien im Dorf verspielt habe. &#8220;Nun sei keine Memme, Matthias. Die haben nichts anderes verdient und für militante Aktionen sind die viel zu brav&#8221; Dennoch schau ich jetzt aufmerksamer auf den Baumbestand und reagiere sensibler auf Geräusche.  Da! In 150m Entfernung erspehe ich Menschen mit Stöckchen. Das sind sie. Aber&#8230;.äh&#8230;. Ich traue meine Augen nicht: Statt einzeln sind sie nun alle zusammen. Haben die sich etwa nun zusammen getan, um mir tüchtig den Marsch zu blasen. Was habe ich nur angerichtet? Warum muss ich es auch nur immer übertreiben. Ich hätte wissen müssen, dass Walker unkontrolliert reagieren können. Was mache ich nun? Nach einiger Überlegungen, stelle ich fest, dass es nur zwei Möglichkeiten gibt: Durchstehen, oder umdrehen. Umdrehen wäre aber dann doch zu peinlich. Die Zeit reicht auch nicht mehr, um eine Zerrung jetzt zu bekommen und dann langsam gehend umdrehen. Die hätten mich sofort eingeholt. Im Gehen bin ich nicht sehr schnell. Durch einen erforderlichen Sprint würde die Glaubwürdigkeit einer Verletzung erheblich leiden. Also&#8230; also durchstehen. Noch 50m. Jetzt erkenne ich es genau. Sie walken wie immer. Wollen mich in Sicherheit wiegen. Wie verlogen sie doch sind. An einer fairen Aussprache sind sie also nicht interessiert. Egal jetzt, ich habe mich entschieden. Oder doch umdrehen?</p>
<p>Noch 20m. Der erste Walker übernimmt die Initiative: &#8220;Uiiiii, zur Seite!&#8221; und fängt dabei an zu lachen. Er meinte nicht etwa mich, sondern die nachfolgenden Walker. Nun begannen auch diese zu lachen und schauten mich freundlich an, bevor sie freiwillig Platz machten, um mich passieren zu lassen. Das passte aber jetzt gar nicht zu meinen Erwartungen und zu meinem Klischee. Natürlich hätte ich die Walker jetzt beschimpfen können, weil ich das Lachen als Auslachen empfand. Das wäre zwar gelogen, hätte aber das Klischee gerettet. Ich entschied mich für ein freundliches Lächeln und ein noch freundlicheres &#8220;Danke&#8221;. Testreihe 2 war damit beendet mit dem Eregebnis, dass ja&#8230;äh&#8230; Die Testreihe war eben beendet.</p>
<p>Nach längerem Überlegen habe ich nun beschlossen, nie wieder etwas über Walker zu schreiben und musste feststellen, dass Walker auch Menschen sind. Quasi.</p>
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		<title>Hundeblumen</title>
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		<pubDate>Sun, 23 May 2010 06:20:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniela</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unwegsames beim Laufen]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf der Karte hatte ich mir eine neue Laufstrecke ausgesucht. Bisher war die Auswahl noch nicht so wahnsinnig groß, wohnte ich doch erst wenige Wochen hier im Ort und kannte noch nicht sehr viel von der Umgebung. Was gab es also schöneres als die Gegend laufend zu erkunden? Der Anfang der Strecke unterschied sich nicht<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/?p=1445">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
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<p><strong><a rel="attachment wp-att-1462" href="http://www.laufdocheinfach.de/?attachment_id=1462"><img class="left size-thumbnail wp-image-1462" style="margin: 10px;" src="http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/254374_R_K_B_by_LynnNoelle_pixelio.de_-150x100.jpg" alt="254374 R K B By LynnNoelle Pixelio De -150x100 in Hundeblumen" width="150" height="100" /></a>Auf der Karte hatte ich mir eine neue Laufstrecke ausgesucht. Bisher war die  Auswahl noch nicht so wahnsinnig groß, wohnte ich doch erst wenige  Wochen hier im Ort und kannte noch nicht sehr viel von der Umgebung. Was  gab es also schöneres als die Gegend laufend zu erkunden? Der Anfang der Strecke unterschied sich nicht von meinen bislang ausgewählten Strecken und ich begegnete sogar schon  ein paar bekannten Gesichtern, die freundlich grüßten. Hier war immer  etwas los, Mütter mit Kindern auf  Fahrrädern oder Dreirädern,  Hundeausführer, Radfahrer, Läufer, Walker. Schon fast am Ende des Weges  und kurz bevor ich auf unbekanntes Terrain abbog, kamen mir zwei Kinder  auf ihren Rädern entgegen. In etwas Abstand folgten die Mütter. Der  Junge war etwa vier Jahre alt und fuhr recht flott mit seinen Stützrädern  auf mich zu. Das etwa zwei Jahre ältere Mädchen folgte in kleinem  Abstand. Ich lächelte dem Jungen zu, Kinder mag ich nämlich sehr und ich  erkannte in ihm ein Nachbarskind. Knapp vor mir bremste er und sagte  etwas. ich zog die Ohrenstöpsel heraus und fragte: &#8220;Was hast du gerade  gesagt?&#8221; Er griff nach hinten in seinen kleinen Fahrradkorb auf dem  Gepäckträger, zog einen Büschel Grünzeug mit etwas Gelbem dazwischen  heraus und streckte es mir mit einem: &#8220;Schenk ich dir&#8221; entgegen.</strong></p>
<p style="text-align: center;"><span id="more-1445"></span>Ich nahm es entgegen und bemerkte dass es sich um drei &#8220;Löwenzahn&#8221; (oder heißt es Löwenzähne?) mit viel Gras dazwischen handelte. Ich musste breit grinsen und bedankte mich artig bei dem kleinen Kerl. Inzwischen war auch die Schwester bei uns angekommen und streckte mir ihrerseits nun auch drei &#8220;Löwenzahn&#8221; entgegen, der allerding gleich als solches zu erkennen war, denn er war wesentlich sorgfältiger gepflückt. &#8220;Danke euch Beiden, die Blumen nehm ich gerne mit&#8221; lüge ich und überlege schon, wo ich sie am Besten entsorgen könnte. Annehmen wollte ich sie aber auf jeden Fall, sonst wären die beiden sicher enttäuscht und es ist ja auch total lieb von ihnen, mir, einer praktisch Fremden etwas von ihren gepflückten Blumen abzugeben. Ich packe die Blumen also am Stengel und trabe wieder an. &#8220;Tschüß&#8221; rufen die Kinder und ich winke ihnen noch kurz zu. Die Mütter an denen ich kurz darauf vorbei laufe grinsen mich an. Die sind wahrscheinlich froh über jedes abgeknickte Blümchen was nicht bei ihnen zu Hause in einem Wasserglas verendet. Ich grinse zurück, grüße und bin auch schon wieder vorbei. Hinter der Kurve lasse ich erstmal das Gras zwischen den Blumenstengel herausrieseln. Die Pfllanzen selbst halte ich weiterhin in der Hand. Warum sollte ich eigentlich nicht damit weiter laufen? Ich bschloss sie also zu behalten so lange sie mich nicht irgendwie störten. Löwenzahn mochte ich als Kind immer sehr gern, wahrscheinlich wegen der knalligen Farbe. Ausserdem konnte man aus den Stengeln &#8220;Blumenmilch&#8221; herausquetschen, das faszinierte mich wie ich mich plötzlich erinnerte. Wie es so beim Laufen ist, wenn die Gedanken schweifen. Ich erinnerte mich auch daran, dass meine Mutter nicht so sehr begeistert von den gelben Blüten war. &#8220;Hundeblume&#8221; nannte sie den Löwenzahn immer. Warum sie die so nannte, wusste ich nicht mehr. Ich war mir auch schon wieder gar nicht mehr so sicher, ob es sich tatsächlich es dabei um Löwenzahn gehandelt hatte oder ob es vielleicht eine andere Blume war. Nur dass sie gelb war, daran erinnerte ich mich und, dass ich mir immer die Hände waschen musste, wenn ich mit den &#8220;gelben Stinkern&#8221; gespielt hatte. So in Gedanken versunken und die sechs Blumen weiterhin in der Hand lief ich vor mich hin, bog wieder ab und erkannte, dass dies schon die letzte Biegung war, bevor ich wieder in bekanntem Gebiet sein würde. Kurz vor mir lag ein Bauernhof, umgeben von einer hohen Hecke. Als ich näher kam, hörte ich dahinter einen Hund bellen. Klar, ein Bauernhof ohne Hofhund wär ja auch merkwürdig. Ich bin froh über die hohe Hecke und hoffte nur, dass die Hofeinfahrt ein großes, fest geschlossenes Tor hat oder das Tier an einer nicht zu langen Kette festgebunden ist. Vor Hunden an sich habe ich schon gehörigen Repsekt, vor großen, nicht angeleinten schlichtweg Angst. Innerlich schon bibbernd verlangsame ich und hoffe. Die Hoffnung wurde jäh durch eine plötzlich durch die Hecke auf mich zurasende Riesenbestie relativiert. Laut bellend rannte der Hund auf mich zu. <a rel="attachment wp-att-1477" href="http://www.laufdocheinfach.de/?attachment_id=1477"><img class="center size-medium wp-image-1477 aligncenter" style="margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" src="http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/Hund-by_Ulrich-Antas-Minden_pixelio-273x400.jpg" alt="Hund-by Ulrich-Antas-Minden Pixelio-273x400 in Hundeblumen" width="153" height="224" /></a>Na klasse, am liebsten wäre ich  an dieser Stelle tot umgefallen. Tat ich natürlich nicht. Das Vieh umkreiste mich immer noch bellend, aber recht freundlich mit dem Schwanz wedelnd. Ich war inzwischen stehen geblieben, versuchte halbwegs normal zu atmen und nicht durch extremen Angstschweiß aufzufallen. &#8220;Na duuuu?&#8221; säuselte ich, &#8220;passt du schön auf dein Zuhause auf?&#8221; Vielleicht ließ er sich ja überreden mich nicht zu fressen. Das Herz klopfte mir bis zum Hals. Endlich hörte er auf zu bellen und stellte sich neben mich. &#8220;Ich tu dir nix&#8221; versuchte ich ihn (oder eher mich) zu beruhigen. Schwanzwedelnd sah er mich an und fing an, die Blumen, die ich jetzt doch sehr krampfhaft in der Hand hielt, zu beschnuppern. Ich drehte die Löwenzahnblüten etwas zu ihm herum, denn sie schienen ihn zu interessieren und ich dachte mir: lieber die als ich. Langsam ging ich weiter und versuchte ihn so gut wie möglich zu ignorieren. So machte ich fast schon in Zeitupe einen Schritt vor den anderen. Er schritt neben mir her, die Nase dicht neben den jetzt herunter hängenden Löwenzahnblüten. Schon waren wir an der Hofeinfahrt der Hund blieb stehen, ich aber ging eisern weiter. Schon atmete ich vorsichtig auf, da war er doch schon wieder neben mir und schnupperte an den Blumen herum. Hundeblumen, tja, sollte er sie doch haben. Vielleicht war das meine Chance ihm zu entkommen. Den Blick stur geradeaus gerichtet ging ich weiter, ließ die Blumen aber fallen und sah aus den Augenwinkeln, wie er tatsächlich dort stehen blieb. Ich traute mich noch nicht wieder loszulaufen. Ging, nicht dass er auf die Idee käme, ich liefe vor ihm weg und spiele seine Beute. Meinen Herzschlag spürte ich inzwischen überall im Körper. Ich habe wirklich große Angst vor großen, frei laufenden Hunden. Erst ein ganzes Stück entfernt, traute ich mich, einen Blick über die Schulter zu werfen. Das schwarze Hundetier lag mit der Nase in den Blumen auf der Strasse und machte den Eindruck als würde er dort schon seit Stunden liegen. Ich aber ging vorsichtshalber noch zwanzig Schritte, versuchte wieder halbwegs normal zu atmen und setzte meinen Weg dann laufend fort.</p>
<p>Dort entlang gelaufen bin ich seitdem nicht mehr wieder, aber ich habe -als ich wieder zu Hause war- nach der &#8220;Hundeblume&#8221; gegoogelt. Der Löwenzahn steht tatsächlich als solche bei Wikipedia. Faszinierend, oder?</p>
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		<title>Der Weg zu meinem ersten Marathon oder eine kleine Geschichte warum ich 42,195km gelaufen bin</title>
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		<pubDate>Wed, 19 May 2010 19:03:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erfolgsberichte zur Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Abnehmen durch Laufen]]></category>
		<category><![CDATA[Erfolge durch Laufen]]></category>
		<category><![CDATA[erster Marathon]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation zum Laufen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir wollten schon seit Längerem Erfolgsgeschichten von &#8220;Gast-Autoren&#8221; hier veröffentlichen. Nichts ist doch motivierender als zu lesen, was  beim Laufen oder mit Laufen zu erreichen ist. Dass die erste Geschichte gleich eine solche Gänsehaut-Geschichte ist, freut mich natürlich umso mehr. Diesen Erfolgsbericht von Ulf solltet Ihr Euch nicht entgehen lassen. Diese Geschichte macht schon Lust<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/?p=1413">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
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<p><img class="center size-full wp-image-1427" src="http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/Ulf-Hannover-Marathon-2010.jpg" alt="Ulf-Hannover-Marathon-2010 in Der Weg zu meinem ersten Marathon oder eine kleine Geschichte warum ich 42,195km gelaufen bin" width="420" height="315" /></p>
<p><strong>Wir wollten schon seit Längerem Erfolgsgeschichten von &#8220;Gast-Autoren&#8221; hier veröffentlichen. Nichts ist doch motivierender als zu lesen, was  beim Laufen oder mit Laufen zu erreichen ist. Dass die erste Geschichte gleich eine solche Gänsehaut-Geschichte ist, freut mich natürlich umso mehr. Diesen Erfolgsbericht von Ulf solltet Ihr Euch nicht entgehen lassen. Diese Geschichte macht schon Lust auf Laufen beim Lesen und motiviert zum Nachahmen. Garantiert!</strong></p>
<h4>Vorwort</h4>
<p>Im Jahr 2009 hat sich mein Privatleben massiv verändert. Vom Stress geplagt, begann ich mit dem Laufen. Okay, ich war schon immer so etwas wie ein Alibi-Jogger (zweimal die Woche 5km, das beruhigt das Gewissen), doch diese Runden bin ich nie auf Zeit gelaufen und ich habe die Distanz auch nicht ausgebaut. Jetzt brauchte ich etwas, wo ich meine ganze Energie und den Frust reinstecken konnte. Relativ schnell wurde aus der 5km-Runde eine 9km-Runde und wie ich so am Laufen war, dachte ich mir es wäre nicht schlecht mal auf Zeit und Puls zu achten. Und vor allen Dingen auf mein Gewicht, denn das lag zu diesem Zeitpunkt bei ca. 108 kg.</p>
<h4>Das erste Ziel</h4>
<p><img class="right size-medium wp-image-1420" style="margin: 10px;" src="http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/Ulf-vorher-108-kg-400x265.jpg" alt="Ulf-vorher-108-kg-400x265 in Der Weg zu meinem ersten Marathon oder eine kleine Geschichte warum ich 42,195km gelaufen bin" width="400" height="265" />Natürlich war mein Gewicht bei 184cm Körpergröße zu hoch, doch insgesamt trug der Schein auch in sofern, weil ich in der Pubertät massiv Kraftsport gemacht habe. Ich bin kein Schwarzenegger oder Ferrigno, doch die eine oder andere Muskelfaser war bei meinem Körper ausgeprägter als bei anderen Menschen. Leider aber auch das Körperfett. Um wirklich Erfolg zu haben brauchte ich Zielvorgaben. Doch wo fängt man an, wenn man bis dato über einen ziemlichen langen Zeitraum keinen aktiven Sport mehr gemacht hat? Ich steckte mir gleich mehrere Ziele. 1.) Alkoholverzicht (so lange wie möglich), 2.) Gewichtsreduzierung und 3.) Im März 2009 einen 10km-Volkslauf unterhalb einer Stunde zu beenden. Als diese Ziele formuliert waren, begann der Spaß am Laufen erst so richtig. „Langsam“ kroch ich meine Runden und war stolz, als ich im Februar endlich mal eine Pace von weniger als 6 Minuten pro Kilometer hatte. Dass bei einer Trainingsstrecke von rund 8km. Das ermutigte zu mehr und ich war fest überzeugt, wenn ich das über 8km schaffe, dann schaffe ich das auch über 10km in einem Wettkampf.</p>
<p>Und weil ich fleißig, oft laufen ging und ganz automatisch eine andere Art der Ernährung bevorzugte (ich aß auf einmal viel mehr Obst und Quark statt Brote zum Frühstück, etc.) purzelten auf einmal auch die Pfunde. Am 08. März 2009 war es dann so weit und ich fuhr zu dem 10km-Volkslauf – meinem ersten Laufwettkampf. Details dieses Tages möchte ich gar nicht mehr wiedergeben. Doch ich möchte es mir auch nicht nehmen lassen zu erwähnen, dass ich bei Dauerregen auf Kopfsteinpflaster mein erstes Ziel erreicht hatte und die 10km in knapp 55 Minuten „gefinished“ habe. Mein Gewicht hatte ich bis dahin übrigens auf sensationelle 99,1kg gesenkt.</p>
<h4>Das zweite Ziel</h4>
<p>Da dieser Lauf soviel Spaß gemacht hat, meldete ich mich gleich zu meinen nächsten 10km-Wettkampf an. Da muss doch in Bezug auf die Zeit noch was gehen, wenn ich unter diesen Bedingungen schon mein erstes Ziel erreicht habe. Und ein paar Pfunde durften auch noch purzeln. Der nächste Wettkampf war schon ein Monat später und wenn ich ehrlich bin, war die größte Motivation, dass man für das Startgeld von 18 EUR ein PUMA-Funktionsshirt bekommen hat. So günstig bekomme ich das in keinem Laden. Also kann ich dafür auch ein paar Kilometer laufen. Es wurde fleißig weiter trainiert und ich bemerkte, dass ich nun auch im Training etwas schneller wurde und mein Gewicht sich mehr und mehr reduzierte. Bis zum 18. April war es mir gelungen, mein Gewicht noch mal um rund 3kg zu reduzieren und ich meinen zweiten 10km-Wettkampf beendete in einer Nettozeit von 51:45 Minuten. Obwohl der Lauf dafür bekannt ist, massive Abweichungen bei den Zeitmessungen zu haben, weil irgendwas mit der Ausrüstung nicht stimmt, kann ich meine Zeit selbst belegen, da ich natürlich mit eigener Uhr mitgestoppt habe. Auch das zweite Ziel war somit erreicht…</p>
<h4>Drittes Ziel / Dritter Wettkampf</h4>
<p>Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich zwei 10km-Läufe mitgemacht und somit meine Ziele so gut erreicht und verwirklicht. Ich könnte es nicht treffender ausdrücken, als es die folgenden Worte beschreiben: „Ich habe Blut geleckt.“ Laufen macht Spaß, Laufen ist mein Ding und Laufen ist gesund. Auf zum dritten Wettkampf. Motiviert durch diesen Quantensprung von einem Wettkampf zum Nächsten habe ich mich z einem dritten 10km-Wettkampf angemeldet. Es muss doch möglich sein, die 10km unter 50 Minuten zu laufen. Ich wurde eines Besseren belehrt. Ist aber nicht schlimm, denn wenn man einmal davon absieht, dass in dieser Zeit mein Gewicht stagnierte, wurde ich zu mindestens in meinem Training bestätigt. Ich habe zwar nicht die Zeit verbessert, doch im dritten Wettkampf innerhalb von 2 Monaten habe ich mit 52:33 gemerkt, dass der Erfolg meines zweiten Wettkampfes keine Eintagsfliege war. Viel wichtiger an diesem Wettkampf war jedoch, dass an diesem Tag auch ein ganzer Marathon stattgefunden hat. An diesem Tag habe ich das erste Mal den Gedanken in meinem Kopf gehabt, dass ich das irgendwann auch mal schaffen möchte.</p>
<h4>Rückschlag</h4>
<p>An Himmelfahrt hatte ich auf dem Heimweg einen Autounfall. Glücklicherweise war ich zur richtigen Zeit unterwegs, denn es war nicht so viel los auf der Autobahn und ich saß im richtigen Auto. Außer der Prellung vom Brustgurt und einem ordentlichen Schrecken habe ist mir nichts passiert. Natürlich warf mich das im Training zurück. Schlaflose Nächte und Schmerzen in der Brust sind nicht unbedingt dienlich, wenn man laufen möchte. Anfang Juni konnte ich dann aber schon wieder ganz langsam mit dem Training anfangen und dort weitermachen, wo meine Erfolgsgeschichte vor dem Feiertag aufgehört hat.</p>
<p>In der Ruhephase nach dem Unfall habe ich mich für zwei weitere Läufe angemeldet. Einen Halbmarathon und einen vierten 10km-Lauf. Letzteres sollte ein Nachtlauf werden. Doch eines nach dem anderen…</p>
<h4>Das vierte Ziel</h4>
<p>Einen Halbmarathon unter 2 Stunden zu laufen. Nachdem ich drei Wochen aufgrund des Unfalls komplett pausieren musste, habe ich mit leichtem Training wieder begonnen. Fleißig drei- bis viermal die Woche laufen. 1x langsam und lange, 1x etwas zügiger und nicht so weit, 1x Intervalle und wenn der vierte Lauf anstand, bin ich meistens langsam und lange gelaufen.</p>
<p>Ein einziges Mal habe ich diesen Bogen überspannt. Privat hatte ich mal wieder die totale Frustration. Das führte dazu, dass ich Anfang August mir die Schuhe geschnürt habe und in einem Wahn von Wut losgelaufen bin. Schön langsam und gemütlich immer der Straße nach. Irgendwann wurde mir bewusst wie weit ich inzwischen war und stellte fest, dass ich auch noch zurück musste. Dieser Lauf umfasste 28,5km. Noch nie war ich so weit am Stück gelaufen. Und auch, wenn es mich ein wenig Stolz machte, war es der totale Schwachsinn, denn danach tat mir Alles weh und ich sollte fortan Schmerzen im Hüftbereich haben, mit denen ich noch länger zu kämpfen hatte.</p>
<p>Nichtsdestotrotz bin ich Ende August nach Berlin gefahren und habe am Sport-Scheck-Stadtlauf-Halbmarathon teilgenommen, um mein viertes Ziel zu verwirklichen. Dies gelang mit 1:47:53 auch hervorragend. Mir tat jedoch Alles weh, aber ich verdrängte den Schmerz im Hüftbereich bis ich wieder zu Hause war. Gleich am Montag darauf bin ich zum Orthopäden gegangen. Röntgen, Ultraschall, … nichts. Phantomschmerz. Der Arzt gratulierte mir zu meinem hervorragenden Skelett und bemerkte lediglich, dass ich früher oder später Probleme mit der Bandscheibe bekommen könnte, da die eine schon arg abgenutzt aussähe.</p>
<h4>Das fünfte Ziel</h4>
<p><img class="left size-medium wp-image-1422" style="margin: 10px;" src="http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/Ulf-nachher-265x400.jpg" alt="Ulf-nachher-265x400 in Der Weg zu meinem ersten Marathon oder eine kleine Geschichte warum ich 42,195km gelaufen bin" width="265" height="400" />10 km unter 50 Minuten. Hierfür war ebenfalls ein Sport-Scheck-Stadtlauf ausgewählt. Dieses Mal entschied ich mich für den Nachtlauf in Hannover. Der fand gut eine Woche nach meinem Halbmarathon statt. Eine Woche voller Schmerzen und Null Training. Doch ich wollte den Lauf nicht absagen und mein Ziel nicht verschieben. Im Nachhinein weiß ich, dass ich es so nicht noch mal machen würde und definitiv meinem Körper eine Schonzeit gönnen würde, doch ich war verrückt nach dem persönlichen Erfolg. Um so erfreulicher ist es dann natürlich gewesen, dass ich auch mein 5. Ziel erreicht habe und mit 48:06 ins Ziel gelaufen bin. Wäre die Strecke nicht so voll gewesen, wäre es vielleicht sogar noch einen Tick schneller gegangen, doch an einigen Punkten konnte man einfach nicht überholen.</p>
<h4>Die Ernüchterung</h4>
<p>Die Schmerzen in der Hüfte ließen nicht nach und obwohl ich ab und zu ein paar vorsichtige Läufe im September und Oktober gemacht habe, hörten sie nicht auf. Vom ersten Oktober-Wochenende bis Mitte November habe ich dann komplett pausiert. Ich nutzte diese Zeit aber gedanklich, um mich mit dem Thema Marathon auseinanderzusetzen. Kann ich diese Distanz schaffen? Setze ich mir ein Zeitziel? Für welche Stadt entscheide ich mich? Glücklicherweise brach dann der Winter über uns herein. Mitte November fing ich an ganz langsam wieder zu trainieren. Erst 5km, dann 6 und nach gut zwei Wochen habe ich es schon geschafft, wieder 10km zu laufen. Weitestgehend schmerzfrei. Mir fiel auf, dass die Schmerzen immer dann auftauchten, wenn ich über die Körperregion nachdachte. War es am Ende doch nur Einbildung?</p>
<h4>Der Marathon</h4>
<p>Aus den verschiedensten Gründen habe ich mich dann für Hannover entschieden. Immerhin bin ich in dieser Stadt geboren und wenn man den Worten Zapoteks glauben schenkt (Wenn du laufen willst, lauf eine Meile. Willst du ein neues Leben, lauf einen Marathon), fiel mir kein Grund ein nicht auch meinen „zweiten Geburtstag“ in dieser Stadt zu feiern.</p>
<p>Am 02.05.2010 war es dann soweit: Die wichtigste Devise war: Kein Zeitziel. mach dich nicht verrückt und lass dich von niemandem hetzen. Du läufst schließlich nicht für andere, sondern nur für dich. also habe ich mich vehement geweigert das Zeitziel von sub4-Stunden auszugeben. Auch wenn meine bisherigen Erfolge eine Tendenz hierzu gegeben hätten.</p>
<p>Natürlich bin ich in der Lage einen Kilometer schneller als 5:40 Minuten zu laufen, doch schaffe ich das auch auf eine längere Distanz? – über DIE Distanz?</p>
<p>Doch nun zum eigentlich Laufbericht: Relativ pünktlich um 9:00 Uhr ertönte der Startschuss. Das Teilnehmerfeld setzte sich in Bewegung und ich denke nach nicht mal 2 Minuten hatte ich die Mika-matten passiert. Nach dem ersten Kilometer habe ich einen Blick auf die Uhr gewagt. Etwas langsamer als 5:40, doch das war auch zu erwarten, denn es war voller als gedacht.</p>
<p>Ich habe für mich beschlossen, dass ich nicht bei jedem km auf die Uhr schaue. 10km war mir zuviel, also entschied ich mich für die 5km-Marken.</p>
<p>Die ersten 5km gingen ruckzuck vorbei. 27:49. Alles prima. Deutlich unter 6 Minuten. Das ist ein nettes Tempo, dachte ich mir. Bei der Gelegenheit möchte ich erwähnen, dass ich auf der Anfangsdistanz tatsächlich eine Teilnehmerin überholt habe, die barfuss losgelaufen ist. … Respekt! Leider habe ich mir nicht die Startnummer gemerkt. Würde mich wirklich interessieren in welcher Zeit sie ins Ziel gekommen ist.</p>
<p>km 6 bis 10 gingen ebenfalls sehr locker von der hand und ich habe sogar etwas beschleunigt. 27:34,2 zeigte die Uhr für „diese Runde“. Man hat sich nett mit anderen Läufern unterhalten und es waren etliche Debütanten dabei.</p>
<p>Auch km 11 bis 15 lief ich noch sehr angenehm. Wieder drückte ich den entsprechenden Knopf und konnte 27:49,9 als Zwischenzeit nehmen. … Also wenn ich eine Sache kann, dann ist es gleichmäßig laufen <img src='http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt="Icon Smile in Der Weg zu meinem ersten Marathon oder eine kleine Geschichte warum ich 42,195km gelaufen bin" class='wp-smiley' /> . Leider kann ich eine andere Sache nicht so gut… nämlich vernünftig sein. Warum ich das folgende getan habe, weiß ich leider selbst nicht, doch ich habe beim Verpflegungspunkt bei km13 ein Gel gegriffen. Habe es aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht benutzt. Unsicher, ob ich es einnehmen soll oder nicht, denn ich habe noch nie diese Dinger probiert. natürlich war ich mir bewusst, dass man ernährungstechnisch keine Experimente wagen sollte.</p>
<p>km 16 bis 20: ich trug das Gel immer noch bei mir. Die ganze Zeit drehten sich meine Gedanken darum, ob ich es nun nehmen sollte oder nicht. Passend dazu meldete sich kurz vor km20 mein Magen. Sonderlicherweise mit einem Hungergefühl. Vielleicht habe ich es ja nicht wirklich wahrgenommen, doch ich hatte den Eindruck, dass bis zu diesem km „nur Wasser“ gereicht wurde. Das war auch der Grund, warum ich mein erstes Gel eingenommen habe. Eine Entscheidung die ich schon kurze Zeit später bereuen sollte. Diese 5km absolvierte ich übrigens in 28:25,1 Minuten. Zwar etwas langsamer, aber – wie ich finde – immer noch schön gleichmäßig.</p>
<p>Ich passierte die Halbmarathon-Marke. Unter 2 Stunden. Immer noch alles im grünen Bereich. Und dann machte ich eine Erfahrung, die andere immer erst ab der 30km-marke machen. Ich traf den Mann mit dem Hammer. Aber nicht nur körperlicher Natur, sondern in erster Linie mentalerweise. Auf einmal beschäftigten mich Gedanken wie „Warum machst du das hier?“ … „Jetzt gleich läuft die Elite schon ins Ziel“ … und ähnlicher Schabernack. Dazu empfand ich es, als ob sich mein Rücken überlegt hatte sich einzuschalten. Jeder Schritt tat plötzlich etwas weh. War das der vom Orthopäden angekündigte Bandscheibenvorfall? Bilde ich mir das nur ein. Dazu kamen leichte Bauchschmerzen. Kamen die etwa von dem Gel? Egal! Irgendwie war es zu ertragen. Aus diesen körperlichen Gründen hätte ich nie aufgehört. Lediglich die mentalen Gründe wären ausschlaggebend gewesen. 18km lagen noch vor mir und ich musste wirklich mit mir kämpfen mein Ziel &#8211; das Ziel &#8211; zu erreichen. 17, 16, 15 &#8211; nimmt das denn gar kein Ende? Ich will nicht mehr. Ich kann nicht mehr. Mensch war ich schlecht drauf zu diesem Zeitpunkt. Vor lauter Gedankenchaos versäumte ich sogar die 25km-Marke und so nahm ich erst bei km30 wieder eine Zwischenzeit: 58:30,2</p>
<p>Wenn ich jemals vorgehabt hätte unter 4 stunden zu laufen, wurde mir jetzt bewusst, dass ich das definitiv nicht schaffen werde. eine Pace von 5:51 reicht dafür nun mal nicht.</p>
<p>Ab km 30 war die mentale Schwäche besiegt. … Von diesem Moment ging es wieder bergauf. Mir wurde bewusst, dass es ab diesem Zeitpunkt nur noch knappe 12km waren. Und so idiotisch das auch klingen mag: Umdrehen wäre „länger“ gewesen, als weiterzulaufen. Mann mit dem Hammer? Abserviert. Irgendwo im 20er-km-Bereich. Du kannst andere platt machen. Mich nicht!</p>
<p>Von nun an zählte ich jeden noch verbleibenden Kilometer.</p>
<p>Bei km 35 war ich dann bei 30:43,1. Das bedeutete zwar wieder eine leichte Verschlechterung in Sachen Pace, doch das war wirklich nur sekundär. Ich begann in dieser Phase bei den Verpflegungspunkten zu gehen, denn endlich gab es auch Cola und Obst. Beim Laufen zu trinken gehört nicht zu meinen Stärken. Mit Wasser ist mir das relativ egal, doch das braune Zuckergut wollte ich nicht verschütten. Jeder tropfen war ein Genuss und auch wenn ich sonst absolut süchtig nach Cola Zero oder ähnlichen Produkten bin, tat es wirklich gut mal echte Cola zu genießen.</p>
<p>km 36 bis 40 absolvierte ich in 31:51,4. Ich fühlte mich immer noch gut. Keine Wadenkrämpfe oder ähnliche Dinge. Natürlich merkte ich, dass ich inzwischen weiter als je zuvor gelaufen bin, doch im Zusammenhang mit meinem Gewicht war ich hochzufrieden.</p>
<p>Dann kam endlich das Rathaus in Sicht. Knappe 2,2km also noch. … Das Publikum war jetzt voll dabei und feuerte uns an. Auch wenn die Pace der letzten Meter keine Höchstleistung mehr war (12:28,3), merkte ich wie die tolle Stimmung auf diesem Streckenabschnitt einem half auch den letzten Rest zu bewältigen.</p>
<p>Dann kam der große Moment. Ich überquerte die Ziellinie. 4:05:12 habe ich gebraucht. Ich war überglücklich. Von einem Moment zum Anderen riss ich die Arme hoch und mir schossen die Tränen in die Augen. Einen emotionalen Ausbruch wie ich ihn selten zuvor erlebt habe. Vor lauter Glück! Ich habe es geschafft. Auch ich kann Marathon laufen.</p>
<p>Ich bin froh, dass ich diesen Lauf gemacht habe. Die Organisation des Hannover-Marathon ist hervorragend. Die Verpflegung an der Strecke und im Zielbereich fast schon luxuriös, wenn ich so Geschichten über andere Läufe höre/lese. Das Einzige was Hannover noch en masse vertragen kann: Mehr Publikum… aber ich denke, das kommt von ganz allein.</p>
<h4>Nachwort:</h4>
<p>Mit einigen Tagen Distanz zu diesem unbeschreiblichem Erlebnis, weiß ich, dass ich es noch einmal machen werde. Laufen macht Spaß, Laufen macht gute Laune, Laufen ist eine Art Befreiung. Und nun, nachdem ich mein großes Ziel erreicht habe, kann ich – wie Zapotek es sagte – mein neues Leben beginnen. Der private Stress interessiert mich nicht mehr und ich laufe immer noch.</p>
<p>Mehr über Ulf könnt Ihr im <a href="http://www.laufforum.de/ulphs-laufende-neuigkeiten-11244.html" target="_blank">Laufforum</a> finden.</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-1424" src="http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/Ulf-mit-Forum-Laufshirt-265x400.jpg" alt="Ulf-mit-Forum-Laufshirt-265x400 in Der Weg zu meinem ersten Marathon oder eine kleine Geschichte warum ich 42,195km gelaufen bin" width="265" height="400" /></p>
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		<title>Selbstversuch und qualmende Füße</title>
		<link>http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/?p=1377</link>
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		<pubDate>Mon, 17 May 2010 19:47:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniela</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unwegsames beim Laufen]]></category>
		<category><![CDATA[Barfuß laufen]]></category>
		<category><![CDATA[Laufsocken]]></category>
		<category><![CDATA[Schweißfüße]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe mir als ich über die (Lauf-)Socken schrieb in meinem jugendlichen Leichtsinn ein Experiment vorgenommen: einen Lauf mit Nylonstrümpfen und einen Barfuß in Laufschuhen. Nun, es ist so weit. Ehrlich gesagt, wusste ich nicht so wirklich, wo ich die Testläufe unterbringen sollte. Lang sollten sie nicht sein, denn wenns eklig werden sollte, wollte ich<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/?p=1377">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
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<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1395" src="http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/Hier-gehts-zum-Sockentest-by_S.-Hofschlaeger_pixelio.de_.jpg" alt="Hier-gehts-zum-Sockentest-by S -Hofschlaeger Pixelio De in Selbstversuch und qualmende Füße" width="358" height="300" /></p>
<p><strong>Ich habe mir als ich über die (Lauf-)Socken schrieb in meinem jugendlichen Leichtsinn ein Experiment vorgenommen: einen Lauf mit Nylonstrümpfen und einen Barfuß in Laufschuhen.</strong></p>
<p><strong>Nun, es ist so weit. Ehrlich gesagt, wusste ich nicht so wirklich, wo ich die Testläufe unterbringen sollte. Lang sollten sie nicht sein, denn wenns eklig werden sollte, wollte ich schließlich nicht noch 10km vor mir haben. Aber so ein &#8220;nur mal schnell um die Ecke Lauf&#8221; liegt mir eigentlich auch nicht so wirklich. So entschloss ich mich, an einem eigentlich lauffreien Tag mal eben eine kleine Runde einzuschieben. 4,2 Kilometer um genau zu sein.</strong></p>
<p><span id="more-1377"></span></p>
<p>Also rein in die Nylons und ran ans Schuhregal, denn in meinem Kopf drehte sich die Frage um den dazu passenden Laufschuh. Auf dem Weg dorthin fragte Philip mich: &#8220;Willst du laufen?&#8221; Er ist zwar noch nicht ganz 5 Jahre alt aber den Unterschied zwischen  Alltagsklamotten und Laufsachen kennt er ohne Frage. Ich nicke und untersteiche dies mit einem &#8220;Ja.&#8221; Er sieht an mir herunter und die nächste Frage muss zwangsläufig kommen: &#8220;Und warum hast du dann Frauenstrümpfe an?&#8221; Die Frage ist doch ziemlich berechtigt denn normalerweise ziehe ich solche Teile nur höchst selten bis gar nicht an, da ich auch in meiner Freizeit bekennende Turnschuhträgerin bin. In Laufklamotten ausgehen, habe ich aber wiederrum auch in Zukunft nicht vor. In Gedanken aber schon bei der Auswahl des Laufschuhs ignoriere ich seinen Einwurf und erstaunlicherweise fragt er auch nicht weiter nach.</p>
<p>Mit so dünnen Dingern an den Füßen sind die Fliesen schon recht kalt und ich habe mich innerlich schon für die einzig in Frage kommenden Schuhe entschieden. Die dünnen leichten AdiZero sind so schon nicht sehr komfortabel, wie soll das ohne Socken werden? Wobei, den Versuch könnte ich ein anderes Mal ja  mal wagen&#8230;Meine Fehlkauf Nike-Pegasus sind sowieso zu schwer und irgendwie klotzig, da hab ich Angst hin und her zu rutschen und meine alten B-Ware Adidas haben eine ziemlich harte Sohle. Nein, nein, es müssen einfach meine neuen, super bequemen und wundervoll zu laufenden New Balance 758 sein. Also rein in die Schuhe und ordentlich geschnürt. Fühlt sich erstmal gar nicht so schlecht an.</p>
<p>Beim Loslaufen merke ich wie es leicht an den Füßen zieht. Es ist kühl und ziemlich windig. Das Laufgefühl aber nicht mal übel. Sieht nur echt abartig aus. Tja mir egal, es ist ein Lauf und keine Modenschau. Niemand von den mir zahlreich entgegenkommenden Hunde-Ausführern wird wohl ernsthaft auf meine Füße gucken.  Hoffe ich zumindest. Der erste Kilometer ist locker leicht gelaufen und meine Füße inzwischen schön warm. Im Grunde merke ich so gut wie keinen Unterschied zu meinen gewohnten Socken. Obwohl ich extra darauf achte. Schon fast schade, dass ich ziemlich bald die 2,1km Marke erreiche, wo ich die Nylons ausziehen und Barfuß in den Schuhen weiter laufen werde. Dass mir ein Pärchen entgegen kommt, ignoriere ich so gut es geht. Schuhe aufschnüren, Strumpf ausziehen und wieder rein in die Schuhe. Puh, schön warm und irgendwie feucht. Nicht so angenehm. Jetzt den zweiten Schuh, das Pärchen erreicht mich und ich sehe nicht hin. Mir doch egal,was die von mir denken. Na gut, es ist mir natürlich nicht egal, aber die wissen ja eben auch nicht, dass ich im Dienste der Wissenschaft unterwegs bin. Die Strümpfe in die Tasche gestopft und weiter geht es.</p>
<p>Und zwar mit jetzt doch  recht feuchten, sehr warmen und bloßen Füßen in den Schuhen. Der Untergrund besteht weiterhin aus Asphalt, manchmal mit Schotter oder kurzen Rasenstücken. Vom Laufgefühl her ist es weiterhin kein großartiger Unterschied. Nur die Feuchtigkeit an den Füßen verstärkt sich alle paar hundert Meter. Ich habe das Bedürfnis schneller zu laufen, so langsam wird es unangenehm. Kommt es, weil die Nylons so gut vorgewärmt haben, dass der Schweiß sich nur noch verstärkt oder entsteht durch die nackten Füße so extrem viel Schweiß? Keine Ahnung, vielleicht sollte auch dies noch einmal überprüft werden. Für diesmal reicht es mir aber wirklich. Zu Hause angekommen ziehe ich noch vor der Haustür die Schuhe aus. Meine Füße sind wirklich mehr als feucht. Vielleicht nicht ganz nass, aber nicht sehr weit davon entfernt. Dabei bin ich nur 27 Minuten unterwegs gewesen. Im Grunde stelle ich es mir jetzt herrlich vor auf dem eiskalten Asphalt einige Minuten Barfuß zu laufen. Da hab ich dann aber doch Angst vor einer Erkältung  und so ziehe ich ein warmes Fußbad vor. <a rel="attachment wp-att-1401" href="http://www.laufdocheinfach.de/?attachment_id=1401"><img class="right size-thumbnail wp-image-1401 alignright" style="margin: 10px;" src="http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/Sockenparade_by_S.G.S._pixelio.de_-150x100.jpg" alt="Sockenparade By S G S Pixelio De -150x100 in Selbstversuch und qualmende Füße" width="150" height="100" /></a></p>
<p>Fazit: egal welche Socken ich nehme, der Effekt des Schweiß Aufnehmens ist nicht zu verachten. Für mich selbst kann ich sagen, dass ich es als unangenehm empfinde, mit schweißfeuchten Füßen in den Laufschuhen zu stecken, aber ich bin sowieso so gut wie nie ohne Strümpfe in diversen Schuhen unterwegs. Sollte also jemand positive Erfahrungen mit Laufen ohne Socken gemacht haben, bitte ich um entsprechenden Kommentar. Bei ähnlich negativen Erfahrungen natürlich auch.</p>
<p>Sollte jemand sich animiert fühlen es auch mal zu versuchen: ich bin gespannt und würde es gern erfahren.</p>
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		<title>Ein Monat LAUF DOCH E!INFACH</title>
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		<pubDate>Tue, 11 May 2010 18:49:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unwegsames beim Laufen]]></category>

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		<description><![CDATA[So ein ganz kleines Jubiläum haben wir zu feiern. LAUF DOCH E!INFACH ist ein Monat alt geworden. Total umgehauen hat uns die Anzahl der Besucher. Im April waren es insgesamt 972. Das allein finden wir schon wahnsinnig und danken dafür alle Besucher unserer Seite. Der Trend ist aber für uns noch unglaublicher: In den ersten<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/?p=1370">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
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<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1373" src="http://laufdocheinfach.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/Jubiläumstorte-by_juliane_pixelio.de_-400x266.jpg" alt="Jubil Umstorte-by Juliane Pixelio De -400x266 in Ein Monat LAUF DOCH E!INFACH" width="400" height="266" /></p>
<p style="text-align: center;">
<p><strong>So ein ganz kleines Jubiläum haben wir zu feiern. LAUF DOCH E!INFACH ist ein Monat alt geworden. Total umgehauen hat uns die Anzahl der Besucher. Im April waren es insgesamt 972. Das allein finden wir schon wahnsinnig und danken dafür alle Besucher unserer Seite. Der Trend ist aber für uns noch unglaublicher: In den ersten 10 Tagen des Monats Mai haben sagenhafte 619 Menschen unsere Seite besucht. Das übertrifft alle unsere Erwartungen. Diese Zahl ist für uns größter Ansporn, auf dieser Seite weiterhin viel Enthusiasmus und Zeit zu investieren.</strong></p>
<p>Zu diesem &#8220;Jubiläum&#8221; haben wir noch eine Erweiterung eingebaut. Ab sofort steht die so genannte Newsletter-Funktion zur Verfügung. Neben den <a title="RSS Feed" href="http://laufdocheinfach.de/?feed=rss2" target="_blank">RSS-Feeds</a> informieren wir Sie jetzt auch per <a title="Newsletter-Anmeldung" href="http://laufdocheinfach.de/?page_id=1364" target="_blank">E-Mail nach einer ganz kleinen Anmeldung</a> über die Veröffentlichung neuer Beiträge. Selbstverständlich werden keine eMail-Adressen an Dritte weitergegeben.</p>
<p>An dieser Stelle möchte ich noch einmal schreiben, dass wir uns über jegliche Anregungen oder Kritik freuen.</p>
<p>Vielen Dank noch einmal von Daniela und Matthias</p>
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		<title>Über die Auswahl von Hörgenüssen beim Laufen</title>
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		<pubDate>Mon, 10 May 2010 18:45:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unwegsames beim Laufen]]></category>
		<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Läufe]]></category>
		<category><![CDATA[MP3-Player]]></category>
		<category><![CDATA[Musik beim Laufen]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei einigen Themen ist die Läuferwelt gespalten. Eines dieser Themen ist Grund zahlreicher Diskussionen: Läuft es sich nun besser mit oder ohne MP3-Player? Es gibt viele Pro und Contras dazu. Heute musste ich feststellen, dass auch die Auswahl eine wichtige Rolle über Erfolg und Misserfolg eines Laufes spielt. Das durfte ich diesen Tag am eigenen<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://www.laufdocheinfach.de/wordpress/?p=1329">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
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<p style="text-align: center;"><a href="http://laufdocheinfach.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/mp3-player-by_sparkie_pixelio.de_.jpg" rel="lightbox[1329]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1337" style="margin: 10px;" src="http://laufdocheinfach.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/mp3-player-by_sparkie_pixelio.de_-400x300.jpg" alt="Mp3-player-by Sparkie Pixelio De -400x300 in Über die Auswahl von Hörgenüssen beim Laufen" width="400" height="300" /></a></p>
<p><strong>Bei einigen Themen ist die Läuferwelt gespalten. Eines dieser Themen ist Grund zahlreicher Diskussionen: Läuft es sich nun besser mit oder ohne MP3-Player? Es gibt viele Pro und Contras dazu. Heute musste ich feststellen, dass auch die Auswahl eine wichtige Rolle über Erfolg und Misserfolg eines Laufes spielt. Das durfte ich diesen Tag am eigenen Leibe erfahren.<br />
</strong></p>
<p>Zugegeben der Tag begann alles Andere als gut. Während meiner Arbeit suchten ein Kollege und ich unser Archiv auf, um etwas zu suchen. Als ich die Tür dazu öffnete, lief ich fast den dort renovierenden und mir entgegenkommenden Fliesenleger um. Ich war wohl doch etwas unachtsam. Wie auch immer, obwohl gerade die Fliesen an die Wand fertig geklebt waren, wurde es kein Problem, in Ruhe die gesuchten Unterlagen zu suchen und schnell fanden wir sie auch. <a href="http://laufdocheinfach.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/Fliesenleger-by_Margot-Kessler_pixelio.de_.jpg" rel="lightbox[1329]"><img class="right size-medium wp-image-1340" style="margin: 10px;" src="http://laufdocheinfach.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/Fliesenleger-by_Margot-Kessler_pixelio.de_-400x305.jpg" alt="Fliesenleger-by Margot-Kessler Pixelio De -400x305 in Über die Auswahl von Hörgenüssen beim Laufen" width="400" height="305" /></a>Beim Verlassen des Raumes ist mir die Tür aus der Hand gerutscht und sie schloss mit einem lauten Knall. Der Fliesenleger, der mittlerweile im direkt angrenzenden Flur arbeitete, erschrak sich und schaute schon etwas genervt wegen der zweiten Unannehmlichkeit, die ich ihm bereitete. Wieder im Büro angelangt, stellten wir fest, dass wir doch die falschen Unterlagen mitgenommen haben. Also wieder zurück ins Archiv. Mittlerweile stand der Fliesenleger dort auch wieder und begutachtete, dass etwa acht Fliesen in freier Auswahl wieder von der Wand gefallen waren. Da ich den ganzen Tag über gute Laune hatte, konnte ich mir den Spruch &#8220;Das war wohl nix&#8221; nicht verkneifen. Erst als er mich fast erwürgte, erzählte er mir, dass die Fliesen nur deshalb von der Wand fielen, weil ich die Tür so laut zugeknallt hatte. Mein spontaner (mir natürlich im Nachhinein sehr peinlicher) Lachanfall beruhigte ihn nicht wirklich.</p>
<p>Den ganzen Tag über verlor ich diese Geschichte nicht mehr aus dem Kopf und ertappte mich so schon öfters, dass ich spontan anfing darüber zu schmunzeln. Es hätte mir schon eine Lehre sein sollen. Hätte. Abends stand dann ein 10km Trainingslauf auf dem Plan. Mir war dabei nach Unterhaltung zumute. Ich benutze für so etwas meinen MP3-Player mit sagenhaften 8 GB Speicher. Der Speicherplatz erlaubt es, knapp 200 herkömmliche CDs auf einmal auf dem MP3-Player zu haben. An diesem Tag entschied ich mich für etwas, das zu meiner Stimmung passt. <a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2Fs%3Fie%3DUTF8%26x%3D0%26ref_%3Dnb%5Fsb%5Fss%5Fi%5F0%5F9%26y%3D0%26field-keywords%3Dgenull%2520nau%2520uhr%26url%3Dsearch-alias%253Daps%26sprefix%3Dgenull%2520na&amp;site-redirect=de&amp;tag=wwwriepewebde-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=19454">Es ist genull Nau Uhr</a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="https://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=wwwriepewebde-21&amp;l=ur2&amp;o=3" border="0" alt=" in Über die Auswahl von Hörgenüssen beim Laufen" width="1" height="1" /> ist ein Sampler mit verschiedenen Radio-Sprach-Pannen. Ich hatte vorher einen Ausschnitt davon gehört und wusste deshalb, dass die CD witzig ist.</p>
<p>Zum Anfang eines Laufes habe ich grundsätzlich verschiedene Probleme. Neben dem nicht gefundenen Ryhtmus plagen mich dann noch rutschende Hose (bei der ich dann die Schleife fester mache), herunterfallender MP3-Player (weil ich ihn eben nicht so fest gemacht habe), Feststellung Uhr vergessen zu haben (ärgern und umdrehen), Brille noch auf (umdrehen und im Briefkasten zwischenlagern) oder oder oder. Irgendwas ist wirklich immer. Grundsätzlich. Dieses mal war es nur der Reißverschluss meiner Jacke, der nicht nach ganz oben wollte und irgendwo klemmte.  So war ich die ersten Minuten abgelenkt und nahm eigentlich nur wenig Notiz von der CD.</p>
<p>Als ich dann im Rhythmus und in ordnungsgmäßer Kleidung unterwegs war, bemerkte ich, dass die CD in der Tat sehr witzig war. Anfängliches Lächeln entwickelte sich zum Schmunzeln. Meine Beine fühlten sich von dem Vortags-Lauf noch etwas schwer an. So war die CD perfekt, mich von meinem Leiden abzulenken. Unbekannte Spaziergänger freuten sich sogar, dass ich ihnen offensichtlich zulächelte. Das war ja noch ok.</p>
<p>Was ich kaum für möglich hielt: Die CD wurde immer lustiger. Teilweise musste ich sogar beim Laufen lachen, was sich in Kombination als sehr schwierig erwies. So war ich sogar schon am überlegen, ob ich die &#8220;Musik&#8221; wechsele. Ich tat es nicht. Noch nicht.</p>
<p>Der Leser sollte nun wissen, dass es sich um einen schönen Mai-Sonntag handelte und zahlreiche Konfirmationen fanden im unseren Dorf statt. Somit begegnete ich nicht nur die üblichen Ehepaare, sondern zahlreiche spaziergehenden Großfamilien. Ausgerechnet heute.</p>
<p><a href="http://laufdocheinfach.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/Spaziergänger-II-by_Herbert-Raschke_pixelio.de_.jpg" rel="lightbox[1329]"><img class="left size-medium wp-image-1344" style="margin: 10px;" src="http://laufdocheinfach.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/Spaziergänger-II-by_Herbert-Raschke_pixelio.de_-400x265.jpg" alt="Spazierg Nger-II-by Herbert-Raschke Pixelio De -400x265 in Über die Auswahl von Hörgenüssen beim Laufen" width="400" height="265" /></a>Auf dem MP3-Player <a title="Auszug aus der CD &quot;Es ist genull Nau Uhr&quot;" href="http://www.youtube.com/watch?v=Kwn_wBXlwDk" target="_blank">erkundigte sich gerade eine ältere und fast absolut schwerhörige Frau bei der Polizei nach dem Ort, wo das nächtliche Gewitter Schaden verursacht hatte. Bei der achten Wiederholung der Information bekam der entsprechende Polizeibeamte einen derartigen Lachanfall</a>, der mich wiederrum zu einem gleichen Anfall brachte. Das passierte mitten in der ersten Gruppe einer geteilt gehenden Großfamilie. Einen Läufer mit Lachanfall hatten sie noch nie gesehen und entsprechend entgeistert schauten sie mich an.</p>
<p>Roger Whitakers Lied &#8220;Abschied ist ein scharfes Schwert&#8221; gab mir den Rest. Vielmehr der Titelwunsch einer Dame beim Sender. Sie war offensichtlich so aufgeregt, dass sie entweder den Namen &#8220;Whitaker&#8221; nicht hinbekam oder sich den Titel &#8220;Abschied ist ein schweres Schaf&#8221; wünschte. Das war zuviel für mich. Laut lachend musste ich stehen bleiben. Natürlich geschah das, als ich gerade den zweiten Teil der Großfamilie überholte. Das spontane Ausschalten des MP3-Players brachte nicht den erfhofften Erfolg. Vielmehr bekam ich nun hautnah mit, dass nicht nur die Unterhaltung der Familie schlagartig aufhörte, sondern, dass auch nicht mehr weiter gegangen wurde. Jedem Familienmitglied sah ich anhand des kompletten ernsten Gesicht die Frage an: &#8220;Ist dem Läufer etwas passiert und müssen wir irgendwie helfen?&#8221;. Ich war noch nicht einmal in der Lage &#8220;Ne, ne, alles in Ordnung&#8221; zu sagen.</p>
<p>Irgendwie schaffte ich es dann doch, das Laufen wieder aufzunehmen. Natürlich wechselte ich zu herkömmlicher Musik. Egal welches Stück ich aber auch wähle, an vernünftiges Laufen war nicht mehr zu denken. Mir blieb jedoch nicht nur nichts anderes übrig als den Lauf zu beenden, sondern ich musste sogar noch die Strecke um etwa zwei Kilometer verlängern. Ansonsten wäre es nicht zu vermeiden gewesen, erneut der genannte Großfamilie zu begegnen.</p>
<p>MP3-Player während des Laufens? Meine Meinung ist da eindeutig: Wenn schon, dann niemals mit unbekannten Stücken.</p>
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