Thommy: Triathlon in Peine
4. Juli 2010 | Von Daniela | Kategorie: Erfolgsberichte zur MotivationDiesen Gastbericht erhielten wir von Thommy, der zwar auch Läufer ist, dem aber das Laufen nicht genug ist.
Vielen Dank dafür.
Nach 15jähriger Wettkampfabstinenz im Triathlon wollte ich unbedingt wieder einsteigen , da Triathlon für mich DIE Sportart ist die . Nichts gegen Laufen , Schwimmen oder Radfahren als solches , aber wer schon mal dieses Feeling „Triathlon“ erlebt hat ist unbeschreiblich .
Soviel zum Vorwort .
Der Wettkampf .
05:30 Uhr , Sonntag Morgen …Ich könnte eigentlich noch ne gute Stunde schlafen , aber ich wälze mich nur von einer auf die andere Seite . Merkwürdig eigentlich und nicht typisch für mich , da ich relativ gelassen an Sachen rangehe . Na gut , also aufgestanden und zum xten Mal die Ausstattung kontrolliert und nachgeschaut ob ich nichts vergessen habe . Wie durch ein Wunder habe ich wirklich nichts vergessen . Dann zum Frühstück noch ein Müsli und auf Schuhsters Rappen zum Stadion . Der Peiner Triathlon hat 2 Wechselzonen (eine am Teich , die andere im Sportstadion ) Dort hab ich dann in aller Ruhe die Wechselzone Rad/Lauf aufgebaut und bin dann mit dem Rad und Klamotten zum 2KM entfernten Start gefahren . Auch hier erst mal die Wechselzone aufbauen und erst einmal die Atmosphäre aufsaugen. GEIL !! Das ist es ..Der Geruch nach Neopren , das Gewimmel weil jeder aufgeregt seine Sachen zum 1000ten Mal kontrolliert , das Gemurmele der vielen Leute …..
Nun stellte sich für mich noch die Frage , ob mit oder ohne Neo schwimmen . Der Neo hat schon einige Vorteile (Wasserlage, Temperierung ) aber es dauert halt auch bis man sich aus der Gummihülle ausgepellt hat , und das macht den Tempovorteil schnell wieder wett . Also kurz an den See ..Fuss rein und ………Alles klar MIT Neo …18 Grad ist doch ziemlich kalt für mich als Schwimmbadtemparaturen gewohnten Schwimmer . Gut , die Entscheidung ist gefallen .
Nun die nächste Aufgabe: Das Ding anzubekommen . Die Teile sind nämlich so eng , das man sie am besten mit einem 2 . Mann zukriegt. Da aber alle das Problem haben , fragt man einfach den nächsten , der neben einen steht . So, erledigt … Nun geht’s an den Start und ein laut vernehmliches Piepsen verkündet das Einchecken in die Wettkampfzone . Noch ein paar Meter einschwimmen und den richtige Platz finden . Die Startgasse ist ca 15 Meter breit . Man kann sich vorstellen , das das bei 200 Startern für einen Engpass sorgt . 1 Minute …30 Sekunden…10 Sekunden ..Peng …Nun geht s los . Ich reihe mich ganz hinten ein , da ich kein guter Schwimmer bin …Was für ein Fehler …Es gibt viele die noch viel langsamer sind , die muss ich jetzt überholen , das kostet Kraft …Ich kämpf mich durch , bekomme ein paar Tritte rechts und links und teile vermutlich ebensolche aus ..Nach 300 Metern (auf dem Rückweg zum Ufer ) hab ich freie Schwimmfahrt …und kann die letzten 200 Meter locker durchkraulen .. 11 Minuten ….Ich bin überrascht , hätte mit einer längeren Zeit gerechnet .
Piiep (Schwimmzeit beendet ) und auf zur Wechselzone . Im Laufen öffne ich den Neo , damit ich keine Zeit verliere …am Wechselplatz mache ich ein Tänzchen , das aussieht wie Rumpelstilzchen in Aktion um den Neo von den Füssen zu bekommen .. Klappt auch irgendwie …. Dann Helm auf , Brille aufsetzen , Schuhe an und weiter zum Radstreckenstart . Ich komme ganz gut in Tritt , kann aber in der Anfangsphase niemanden wirklich überholen. Der Tacho zeigt durchegehend Tempos über 30 an und ich komm trotzdem an keinem vorbei. Das kann ja heiter werden. Nach Km 6 wird’s besser, ich kann 3 oder 4 Leute einholen und hab einige andere im Sichtfeld. Da bleiben sie aber auch
. 2 kann ich noch einholen , aber das wars dann auch. Nach 21,8 Kilometern ist auch die Radstrecke vorbei und man läuft ins Stadion in die 2. Wechselzone ein .
Ab zum Platz , Helm ab , Käppi auf und Schuhe wechseln . Dann passiert es: ich bekomme ein Stechen (wie bei einen Krampf ) beim Schuhwechsel. Gott sei Dankverschwindet er gleich wieder (nach einigen Dehnungen) und weiter geht’s auf die Laufstrecke: Ich laufe verhalten los , weil ich der Wade nicht traue. Sofort werde ich daraufhin von einigen Läufern eingeholt , aber ich geh kein Risiko ein und laufe das Ding locker und gleichmässig zu Ende . Auf der Laufstrecke sehe ich meine Frau und meine Tochter die mich anfeuern . Das ist Balsam für die Seele. Und so komme ich dann locker und entspannt ins Ziel: 01:28:45 zeigt meine Uhr , 01:29:07 sagt die offizielle Zeit in der Ergebnisliste ..
Der Restart ist geglückt. Es werden noch viele Trias folgen , da bin ich mir ganz sicher . Ich denke mit etwas mehr WK-Erfahrung , hätte ich den WK heute ca 6-8 Minuten schneller erledigen können , aber ich bin auch so sehr zufrieden.
