Der Weg zu meinem ersten Marathon oder eine kleine Geschichte warum ich 42,195km gelaufen bin
19. Mai 2010 | Von Matthias | Kategorie: Erfolgsberichte zur Motivation
Wir wollten schon seit Längerem Erfolgsgeschichten von “Gast-Autoren” hier veröffentlichen. Nichts ist doch motivierender als zu lesen, was beim Laufen oder mit Laufen zu erreichen ist. Dass die erste Geschichte gleich eine solche Gänsehaut-Geschichte ist, freut mich natürlich umso mehr. Diesen Erfolgsbericht von Ulf solltet Ihr Euch nicht entgehen lassen. Diese Geschichte macht schon Lust auf Laufen beim Lesen und motiviert zum Nachahmen. Garantiert!
Vorwort
Im Jahr 2009 hat sich mein Privatleben massiv verändert. Vom Stress geplagt, begann ich mit dem Laufen. Okay, ich war schon immer so etwas wie ein Alibi-Jogger (zweimal die Woche 5km, das beruhigt das Gewissen), doch diese Runden bin ich nie auf Zeit gelaufen und ich habe die Distanz auch nicht ausgebaut. Jetzt brauchte ich etwas, wo ich meine ganze Energie und den Frust reinstecken konnte. Relativ schnell wurde aus der 5km-Runde eine 9km-Runde und wie ich so am Laufen war, dachte ich mir es wäre nicht schlecht mal auf Zeit und Puls zu achten. Und vor allen Dingen auf mein Gewicht, denn das lag zu diesem Zeitpunkt bei ca. 108 kg.
Das erste Ziel
Natürlich war mein Gewicht bei 184cm Körpergröße zu hoch, doch insgesamt trug der Schein auch in sofern, weil ich in der Pubertät massiv Kraftsport gemacht habe. Ich bin kein Schwarzenegger oder Ferrigno, doch die eine oder andere Muskelfaser war bei meinem Körper ausgeprägter als bei anderen Menschen. Leider aber auch das Körperfett. Um wirklich Erfolg zu haben brauchte ich Zielvorgaben. Doch wo fängt man an, wenn man bis dato über einen ziemlichen langen Zeitraum keinen aktiven Sport mehr gemacht hat? Ich steckte mir gleich mehrere Ziele. 1.) Alkoholverzicht (so lange wie möglich), 2.) Gewichtsreduzierung und 3.) Im März 2009 einen 10km-Volkslauf unterhalb einer Stunde zu beenden. Als diese Ziele formuliert waren, begann der Spaß am Laufen erst so richtig. „Langsam“ kroch ich meine Runden und war stolz, als ich im Februar endlich mal eine Pace von weniger als 6 Minuten pro Kilometer hatte. Dass bei einer Trainingsstrecke von rund 8km. Das ermutigte zu mehr und ich war fest überzeugt, wenn ich das über 8km schaffe, dann schaffe ich das auch über 10km in einem Wettkampf.
Und weil ich fleißig, oft laufen ging und ganz automatisch eine andere Art der Ernährung bevorzugte (ich aß auf einmal viel mehr Obst und Quark statt Brote zum Frühstück, etc.) purzelten auf einmal auch die Pfunde. Am 08. März 2009 war es dann so weit und ich fuhr zu dem 10km-Volkslauf – meinem ersten Laufwettkampf. Details dieses Tages möchte ich gar nicht mehr wiedergeben. Doch ich möchte es mir auch nicht nehmen lassen zu erwähnen, dass ich bei Dauerregen auf Kopfsteinpflaster mein erstes Ziel erreicht hatte und die 10km in knapp 55 Minuten „gefinished“ habe. Mein Gewicht hatte ich bis dahin übrigens auf sensationelle 99,1kg gesenkt.
Das zweite Ziel
Da dieser Lauf soviel Spaß gemacht hat, meldete ich mich gleich zu meinen nächsten 10km-Wettkampf an. Da muss doch in Bezug auf die Zeit noch was gehen, wenn ich unter diesen Bedingungen schon mein erstes Ziel erreicht habe. Und ein paar Pfunde durften auch noch purzeln. Der nächste Wettkampf war schon ein Monat später und wenn ich ehrlich bin, war die größte Motivation, dass man für das Startgeld von 18 EUR ein PUMA-Funktionsshirt bekommen hat. So günstig bekomme ich das in keinem Laden. Also kann ich dafür auch ein paar Kilometer laufen. Es wurde fleißig weiter trainiert und ich bemerkte, dass ich nun auch im Training etwas schneller wurde und mein Gewicht sich mehr und mehr reduzierte. Bis zum 18. April war es mir gelungen, mein Gewicht noch mal um rund 3kg zu reduzieren und ich meinen zweiten 10km-Wettkampf beendete in einer Nettozeit von 51:45 Minuten. Obwohl der Lauf dafür bekannt ist, massive Abweichungen bei den Zeitmessungen zu haben, weil irgendwas mit der Ausrüstung nicht stimmt, kann ich meine Zeit selbst belegen, da ich natürlich mit eigener Uhr mitgestoppt habe. Auch das zweite Ziel war somit erreicht…
Drittes Ziel / Dritter Wettkampf
Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich zwei 10km-Läufe mitgemacht und somit meine Ziele so gut erreicht und verwirklicht. Ich könnte es nicht treffender ausdrücken, als es die folgenden Worte beschreiben: „Ich habe Blut geleckt.“ Laufen macht Spaß, Laufen ist mein Ding und Laufen ist gesund. Auf zum dritten Wettkampf. Motiviert durch diesen Quantensprung von einem Wettkampf zum Nächsten habe ich mich z einem dritten 10km-Wettkampf angemeldet. Es muss doch möglich sein, die 10km unter 50 Minuten zu laufen. Ich wurde eines Besseren belehrt. Ist aber nicht schlimm, denn wenn man einmal davon absieht, dass in dieser Zeit mein Gewicht stagnierte, wurde ich zu mindestens in meinem Training bestätigt. Ich habe zwar nicht die Zeit verbessert, doch im dritten Wettkampf innerhalb von 2 Monaten habe ich mit 52:33 gemerkt, dass der Erfolg meines zweiten Wettkampfes keine Eintagsfliege war. Viel wichtiger an diesem Wettkampf war jedoch, dass an diesem Tag auch ein ganzer Marathon stattgefunden hat. An diesem Tag habe ich das erste Mal den Gedanken in meinem Kopf gehabt, dass ich das irgendwann auch mal schaffen möchte.
Rückschlag
An Himmelfahrt hatte ich auf dem Heimweg einen Autounfall. Glücklicherweise war ich zur richtigen Zeit unterwegs, denn es war nicht so viel los auf der Autobahn und ich saß im richtigen Auto. Außer der Prellung vom Brustgurt und einem ordentlichen Schrecken habe ist mir nichts passiert. Natürlich warf mich das im Training zurück. Schlaflose Nächte und Schmerzen in der Brust sind nicht unbedingt dienlich, wenn man laufen möchte. Anfang Juni konnte ich dann aber schon wieder ganz langsam mit dem Training anfangen und dort weitermachen, wo meine Erfolgsgeschichte vor dem Feiertag aufgehört hat.
In der Ruhephase nach dem Unfall habe ich mich für zwei weitere Läufe angemeldet. Einen Halbmarathon und einen vierten 10km-Lauf. Letzteres sollte ein Nachtlauf werden. Doch eines nach dem anderen…
Das vierte Ziel
Einen Halbmarathon unter 2 Stunden zu laufen. Nachdem ich drei Wochen aufgrund des Unfalls komplett pausieren musste, habe ich mit leichtem Training wieder begonnen. Fleißig drei- bis viermal die Woche laufen. 1x langsam und lange, 1x etwas zügiger und nicht so weit, 1x Intervalle und wenn der vierte Lauf anstand, bin ich meistens langsam und lange gelaufen.
Ein einziges Mal habe ich diesen Bogen überspannt. Privat hatte ich mal wieder die totale Frustration. Das führte dazu, dass ich Anfang August mir die Schuhe geschnürt habe und in einem Wahn von Wut losgelaufen bin. Schön langsam und gemütlich immer der Straße nach. Irgendwann wurde mir bewusst wie weit ich inzwischen war und stellte fest, dass ich auch noch zurück musste. Dieser Lauf umfasste 28,5km. Noch nie war ich so weit am Stück gelaufen. Und auch, wenn es mich ein wenig Stolz machte, war es der totale Schwachsinn, denn danach tat mir Alles weh und ich sollte fortan Schmerzen im Hüftbereich haben, mit denen ich noch länger zu kämpfen hatte.
Nichtsdestotrotz bin ich Ende August nach Berlin gefahren und habe am Sport-Scheck-Stadtlauf-Halbmarathon teilgenommen, um mein viertes Ziel zu verwirklichen. Dies gelang mit 1:47:53 auch hervorragend. Mir tat jedoch Alles weh, aber ich verdrängte den Schmerz im Hüftbereich bis ich wieder zu Hause war. Gleich am Montag darauf bin ich zum Orthopäden gegangen. Röntgen, Ultraschall, … nichts. Phantomschmerz. Der Arzt gratulierte mir zu meinem hervorragenden Skelett und bemerkte lediglich, dass ich früher oder später Probleme mit der Bandscheibe bekommen könnte, da die eine schon arg abgenutzt aussähe.
Das fünfte Ziel
10 km unter 50 Minuten. Hierfür war ebenfalls ein Sport-Scheck-Stadtlauf ausgewählt. Dieses Mal entschied ich mich für den Nachtlauf in Hannover. Der fand gut eine Woche nach meinem Halbmarathon statt. Eine Woche voller Schmerzen und Null Training. Doch ich wollte den Lauf nicht absagen und mein Ziel nicht verschieben. Im Nachhinein weiß ich, dass ich es so nicht noch mal machen würde und definitiv meinem Körper eine Schonzeit gönnen würde, doch ich war verrückt nach dem persönlichen Erfolg. Um so erfreulicher ist es dann natürlich gewesen, dass ich auch mein 5. Ziel erreicht habe und mit 48:06 ins Ziel gelaufen bin. Wäre die Strecke nicht so voll gewesen, wäre es vielleicht sogar noch einen Tick schneller gegangen, doch an einigen Punkten konnte man einfach nicht überholen.
Die Ernüchterung
Die Schmerzen in der Hüfte ließen nicht nach und obwohl ich ab und zu ein paar vorsichtige Läufe im September und Oktober gemacht habe, hörten sie nicht auf. Vom ersten Oktober-Wochenende bis Mitte November habe ich dann komplett pausiert. Ich nutzte diese Zeit aber gedanklich, um mich mit dem Thema Marathon auseinanderzusetzen. Kann ich diese Distanz schaffen? Setze ich mir ein Zeitziel? Für welche Stadt entscheide ich mich? Glücklicherweise brach dann der Winter über uns herein. Mitte November fing ich an ganz langsam wieder zu trainieren. Erst 5km, dann 6 und nach gut zwei Wochen habe ich es schon geschafft, wieder 10km zu laufen. Weitestgehend schmerzfrei. Mir fiel auf, dass die Schmerzen immer dann auftauchten, wenn ich über die Körperregion nachdachte. War es am Ende doch nur Einbildung?
Der Marathon
Aus den verschiedensten Gründen habe ich mich dann für Hannover entschieden. Immerhin bin ich in dieser Stadt geboren und wenn man den Worten Zapoteks glauben schenkt (Wenn du laufen willst, lauf eine Meile. Willst du ein neues Leben, lauf einen Marathon), fiel mir kein Grund ein nicht auch meinen „zweiten Geburtstag“ in dieser Stadt zu feiern.
Am 02.05.2010 war es dann soweit: Die wichtigste Devise war: Kein Zeitziel. mach dich nicht verrückt und lass dich von niemandem hetzen. Du läufst schließlich nicht für andere, sondern nur für dich. also habe ich mich vehement geweigert das Zeitziel von sub4-Stunden auszugeben. Auch wenn meine bisherigen Erfolge eine Tendenz hierzu gegeben hätten.
Natürlich bin ich in der Lage einen Kilometer schneller als 5:40 Minuten zu laufen, doch schaffe ich das auch auf eine längere Distanz? – über DIE Distanz?
Doch nun zum eigentlich Laufbericht: Relativ pünktlich um 9:00 Uhr ertönte der Startschuss. Das Teilnehmerfeld setzte sich in Bewegung und ich denke nach nicht mal 2 Minuten hatte ich die Mika-matten passiert. Nach dem ersten Kilometer habe ich einen Blick auf die Uhr gewagt. Etwas langsamer als 5:40, doch das war auch zu erwarten, denn es war voller als gedacht.
Ich habe für mich beschlossen, dass ich nicht bei jedem km auf die Uhr schaue. 10km war mir zuviel, also entschied ich mich für die 5km-Marken.
Die ersten 5km gingen ruckzuck vorbei. 27:49. Alles prima. Deutlich unter 6 Minuten. Das ist ein nettes Tempo, dachte ich mir. Bei der Gelegenheit möchte ich erwähnen, dass ich auf der Anfangsdistanz tatsächlich eine Teilnehmerin überholt habe, die barfuss losgelaufen ist. … Respekt! Leider habe ich mir nicht die Startnummer gemerkt. Würde mich wirklich interessieren in welcher Zeit sie ins Ziel gekommen ist.
km 6 bis 10 gingen ebenfalls sehr locker von der hand und ich habe sogar etwas beschleunigt. 27:34,2 zeigte die Uhr für „diese Runde“. Man hat sich nett mit anderen Läufern unterhalten und es waren etliche Debütanten dabei.
Auch km 11 bis 15 lief ich noch sehr angenehm. Wieder drückte ich den entsprechenden Knopf und konnte 27:49,9 als Zwischenzeit nehmen. … Also wenn ich eine Sache kann, dann ist es gleichmäßig laufen
. Leider kann ich eine andere Sache nicht so gut… nämlich vernünftig sein. Warum ich das folgende getan habe, weiß ich leider selbst nicht, doch ich habe beim Verpflegungspunkt bei km13 ein Gel gegriffen. Habe es aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht benutzt. Unsicher, ob ich es einnehmen soll oder nicht, denn ich habe noch nie diese Dinger probiert. natürlich war ich mir bewusst, dass man ernährungstechnisch keine Experimente wagen sollte.
km 16 bis 20: ich trug das Gel immer noch bei mir. Die ganze Zeit drehten sich meine Gedanken darum, ob ich es nun nehmen sollte oder nicht. Passend dazu meldete sich kurz vor km20 mein Magen. Sonderlicherweise mit einem Hungergefühl. Vielleicht habe ich es ja nicht wirklich wahrgenommen, doch ich hatte den Eindruck, dass bis zu diesem km „nur Wasser“ gereicht wurde. Das war auch der Grund, warum ich mein erstes Gel eingenommen habe. Eine Entscheidung die ich schon kurze Zeit später bereuen sollte. Diese 5km absolvierte ich übrigens in 28:25,1 Minuten. Zwar etwas langsamer, aber – wie ich finde – immer noch schön gleichmäßig.
Ich passierte die Halbmarathon-Marke. Unter 2 Stunden. Immer noch alles im grünen Bereich. Und dann machte ich eine Erfahrung, die andere immer erst ab der 30km-marke machen. Ich traf den Mann mit dem Hammer. Aber nicht nur körperlicher Natur, sondern in erster Linie mentalerweise. Auf einmal beschäftigten mich Gedanken wie „Warum machst du das hier?“ … „Jetzt gleich läuft die Elite schon ins Ziel“ … und ähnlicher Schabernack. Dazu empfand ich es, als ob sich mein Rücken überlegt hatte sich einzuschalten. Jeder Schritt tat plötzlich etwas weh. War das der vom Orthopäden angekündigte Bandscheibenvorfall? Bilde ich mir das nur ein. Dazu kamen leichte Bauchschmerzen. Kamen die etwa von dem Gel? Egal! Irgendwie war es zu ertragen. Aus diesen körperlichen Gründen hätte ich nie aufgehört. Lediglich die mentalen Gründe wären ausschlaggebend gewesen. 18km lagen noch vor mir und ich musste wirklich mit mir kämpfen mein Ziel – das Ziel – zu erreichen. 17, 16, 15 – nimmt das denn gar kein Ende? Ich will nicht mehr. Ich kann nicht mehr. Mensch war ich schlecht drauf zu diesem Zeitpunkt. Vor lauter Gedankenchaos versäumte ich sogar die 25km-Marke und so nahm ich erst bei km30 wieder eine Zwischenzeit: 58:30,2
Wenn ich jemals vorgehabt hätte unter 4 stunden zu laufen, wurde mir jetzt bewusst, dass ich das definitiv nicht schaffen werde. eine Pace von 5:51 reicht dafür nun mal nicht.
Ab km 30 war die mentale Schwäche besiegt. … Von diesem Moment ging es wieder bergauf. Mir wurde bewusst, dass es ab diesem Zeitpunkt nur noch knappe 12km waren. Und so idiotisch das auch klingen mag: Umdrehen wäre „länger“ gewesen, als weiterzulaufen. Mann mit dem Hammer? Abserviert. Irgendwo im 20er-km-Bereich. Du kannst andere platt machen. Mich nicht!
Von nun an zählte ich jeden noch verbleibenden Kilometer.
Bei km 35 war ich dann bei 30:43,1. Das bedeutete zwar wieder eine leichte Verschlechterung in Sachen Pace, doch das war wirklich nur sekundär. Ich begann in dieser Phase bei den Verpflegungspunkten zu gehen, denn endlich gab es auch Cola und Obst. Beim Laufen zu trinken gehört nicht zu meinen Stärken. Mit Wasser ist mir das relativ egal, doch das braune Zuckergut wollte ich nicht verschütten. Jeder tropfen war ein Genuss und auch wenn ich sonst absolut süchtig nach Cola Zero oder ähnlichen Produkten bin, tat es wirklich gut mal echte Cola zu genießen.
km 36 bis 40 absolvierte ich in 31:51,4. Ich fühlte mich immer noch gut. Keine Wadenkrämpfe oder ähnliche Dinge. Natürlich merkte ich, dass ich inzwischen weiter als je zuvor gelaufen bin, doch im Zusammenhang mit meinem Gewicht war ich hochzufrieden.
Dann kam endlich das Rathaus in Sicht. Knappe 2,2km also noch. … Das Publikum war jetzt voll dabei und feuerte uns an. Auch wenn die Pace der letzten Meter keine Höchstleistung mehr war (12:28,3), merkte ich wie die tolle Stimmung auf diesem Streckenabschnitt einem half auch den letzten Rest zu bewältigen.
Dann kam der große Moment. Ich überquerte die Ziellinie. 4:05:12 habe ich gebraucht. Ich war überglücklich. Von einem Moment zum Anderen riss ich die Arme hoch und mir schossen die Tränen in die Augen. Einen emotionalen Ausbruch wie ich ihn selten zuvor erlebt habe. Vor lauter Glück! Ich habe es geschafft. Auch ich kann Marathon laufen.
Ich bin froh, dass ich diesen Lauf gemacht habe. Die Organisation des Hannover-Marathon ist hervorragend. Die Verpflegung an der Strecke und im Zielbereich fast schon luxuriös, wenn ich so Geschichten über andere Läufe höre/lese. Das Einzige was Hannover noch en masse vertragen kann: Mehr Publikum… aber ich denke, das kommt von ganz allein.
Nachwort:
Mit einigen Tagen Distanz zu diesem unbeschreiblichem Erlebnis, weiß ich, dass ich es noch einmal machen werde. Laufen macht Spaß, Laufen macht gute Laune, Laufen ist eine Art Befreiung. Und nun, nachdem ich mein großes Ziel erreicht habe, kann ich – wie Zapotek es sagte – mein neues Leben beginnen. Der private Stress interessiert mich nicht mehr und ich laufe immer noch.
Mehr über Ulf könnt Ihr im Laufforum finden.

Wenn ich ja nicht schon laufen würde….nach diesem Bericht würde ich damit anfangen
mensch highopie, … freut mich, dass dir der bericht gefällt. mal sehen, ob andere auch durch ihn motiviert werden
Mich würde sehr wundern, wenn ncht. Nach dem Bericht MUSS man einfach das Laufen anfangen.
Geile Geschichte, Ulf unser Held!